Der Pharma-Riese Pfizer überrascht mit neuen Daten zu seinem aktualisierten Corona-Impfstoff – und könnte damit wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Nach monatelangem Abwärtstrend zeigt sich nun: Die Pandemie-Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Doch reichen die positiven Studienergebnisse aus, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen?

Neue Formel zeigt starke Wirkung

Gemeinsam mit Partner BioNTech veröffentlichte Pfizer positive Ergebnisse aus einer Phase-3-Studie für den angepassten COVID-19-Impfstoff der Saison 2025-2026. Im Fokus steht die LP.8.1-adaptierte monovalente COMIRNATY-Formel – eine Weiterentwicklung, die gezielt auf neue Virusvarianten abzielt.

Die Studiendaten zeigen beeindruckende Resultate: Nach der Impfung stieg die Zahl neutralisierender Antikörper gegen die LP.8.1-Sublinie von SARS-CoV-2 deutlich an. Besonders relevant: Die Untersuchung umfasste sowohl Erwachsene ab 65 Jahren als auch jüngere Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren mit mindestens einem Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe.

Rückkehr zu alten Erfolgen?

Die neuen Daten kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für Pfizer. Während das Unternehmen mit Patentabläufen bei wichtigen Medikamenten kämpft, könnte die Impfstoff-Pipeline wieder zum Hoffnungsträger werden. Immerhin hat Pfizer bereits über 5 Milliarden Dosen seines ursprünglichen COVID-19-Impfstoffs weltweit ausgeliefert – ein Erfolg, der die Messlatte hoch setzt.

Die Frage bleibt jedoch: Kann Pfizer an diese Erfolge anknüpfen und die jüngsten Kursverluste stoppen? Mit einem Minus von fast 20 Prozent seit Jahresanfang steht die Aktie unter Druck. Die neuen Studienergebnisse könnten jedoch der Wendepunkt sein, den Investoren lange erwartet haben.