Pfizer schließt seinen Forschungsstandort in South San Francisco und zieht sich damit aus einem wichtigen Biotech-Zentrum zurück. Der Schritt ist Teil eines milliardenschweren Sparprogramms von CEO Albert Bourla. Während der Konzern alte Strukturen abbaut, fließen gleichzeitig Milliarden in den lukrativen Markt für Abnehmspritzen.
Bis Ende April räumt der Pharmagigant seine Büro- und Laborflächen am Oyster Point Boulevard. Die rund 164.000 Quadratmeter große Anlage kam erst 2022 durch die Übernahme von Global Blood Therapeutics in das Portfolio. Interessant dabei ist der Umgang mit dem Personal. Statt sofortiger Entlassungen wechseln die betroffenen Mitarbeiter in die Heimarbeit. Pfizer versucht nun, einen Großteil der leerstehenden Flächen in einem ohnehin angespannten Immobilienmarkt für Speziallabore unterzuvermieten.
Milliarden-Einsparungen und Vertragsstreit
Der Rückzug aus Kalifornien ordnet sich in ein umfassendes Kostensenkungsprogramm ein. Die Konzernführung will die Infrastruktur an die Zeit nach der Pandemie anpassen und bis 2027 insgesamt 7,7 Milliarden US-Dollar einsparen. Parallel dazu justiert das Unternehmen seine Altlasten. Aktuell verhandelt Pfizer mit der Europäischen Union über eine Anpassung der Lieferverträge für Covid-19-Impfstoffe. Im Raum steht eine Reduzierung der Liefermengen um 40 Prozent bis Ende des Jahres im Gegenzug für höhere Stückpreise, was bei einigen Mitgliedsstaaten auf Widerstand stößt.
Neue Milliardenwette
Das freigewordene Kapital fließt direkt in neue Wachstumsfelder. Mit der geplanten Übernahme von Metsera Inc. für bis zu 10 Milliarden US-Dollar drängt Pfizer aggressiv in den Markt für Adipositas- und Stoffwechseltherapien. An der Börse kommt dieser strategische Umbau gut an. Die Aktie kletterte am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 24,27 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein solides Plus von knapp 13 Prozent.
Der Auszug aus dem kalifornischen Forschungszentrum markiert einen klaren Schnitt in der Unternehmensstruktur. Pfizer tauscht teure Immobilien gegen flexible Arbeitsmodelle und lenkt den strategischen Fokus von den schrumpfenden Impfstoffumsätzen auf den hochprofitablen Sektor der Stoffwechselerkrankungen.
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