Der Pharmariese hat am Dienstag seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die fielen besser aus als erwartet. Doch die eigentliche Überraschung lieferte eine klinische Studie zu einem monatlichen Abnehm-Medikament. Trotz positiver Nachrichten zeigt sich die Aktie im vorbörslichen Handel schwächer.
Quartalsergebnis schlägt Erwartungen
Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 1 Prozent auf 17,56 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich 16,83 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Bereinigt um Wechselkurseffekte legten die Erlöse sogar um 3 Prozent zu. Noch deutlicher wird das operative Wachstum, wenn man die COVID-19-Produkte Paxlovid und Comirnaty herausrechnet: Dann ergibt sich ein Plus von 9 Prozent.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie landete der Konzern bei 0,66 Dollar – deutlich über der Konsensschätzung von 0,57 Dollar und auch über dem Vorjahreswert von 0,63 Dollar. Allerdings fiel unter dem Strich ein Nettoverlust von 1,65 Milliarden Dollar an, verglichen mit einem Gewinn von 410 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
Prognose für 2026 bestätigt
An der Jahresprognose für 2026 hält das Management fest: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 2,80 und 3,00 Dollar liegen, die Erlöse zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar. Analysten erwarten im Schnitt 2,97 Dollar je Aktie bei Umsätzen von 61,01 Milliarden Dollar.
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In dieser Prognose sind etwa 5 Milliarden Dollar aus COVID-19-Produkten eingerechnet. Gleichzeitig kalkuliert der Konzern mit einem Umsatzrückgang von rund 1,5 Milliarden Dollar durch auslaufende Patente bei bestimmten Präparaten.
Monatsspritze gegen Übergewicht zeigt starke Wirkung
Doch was könnte die Zukunft wirklich prägen? Die Phase-2b-Studie VESPER-3 zum experimentellen Abnehm-Wirkstoff PF-3944 lieferte vielversprechende Ergebnisse. Das Besondere: Die Patienten müssen sich das Medikament nur einmal monatlich spritzen – im Gegensatz zu den wöchentlichen Injektionen der Konkurrenz.
Nach 28 Wochen erreichte die Studie ihren primären Endpunkt mit einer durchschnittlichen Gewichtsreduktion von bis zu 12,3 Prozent im Vergleich zu Placebo. Alle vier getesteten Dosierungsschemata zeigten statistisch signifikante Ergebnisse. Entscheidend: Die Teilnehmer verloren auch nach der Umstellung von wöchentlicher auf monatliche Gabe weiter an Gewicht, ohne dass ein Plateau erkennbar war.
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Das Unternehmen erwartet weitere Gewichtsabnahme, während die Studie bis Woche 64 fortgesetzt wird. Das Sicherheitsprofil erwies sich als gut verträglich.
Markt reagiert verhalten
Trotz der positiven Nachrichten aus beiden Bereichen zeigt sich die Aktie schwächer. Im vorbörslichen Handel am Dienstag notierte der Titel bei 26,17 Dollar – ein Minus von 1,84 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier allerdings rund 6 Prozent zugelegt und übertrifft damit den S&P 500 Healthcare Index, der im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent zulegte.
Die Trump-Administration hatte zuletzt Preissenkungen mit mehreren Pharmakonzernen ausgehandelt – auch mit Pfizer. Diese Vereinbarungen betreffen das staatliche Medicaid-Programm sowie Selbstzahler. Zusammen mit rückläufigen COVID-19-Umsätzen und auslaufenden Patenten hatte das Management bereits im Dezember vor schwierigen Jahren gewarnt.
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