Seit über zwei Jahrzehnten gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff mehr gegen Borreliose. Diese lukrative Marktlücke will Pfizer nun schließen. Gemeinsam mit dem Partner Valneva hat der Pharmakonzern positive Daten aus der entscheidenden Phase-3-Studie vorgelegt, die den Weg für eine baldige Zulassung ebnen.
Statistische Hürden gemeistert
Die späte klinische Studie mit 9.400 Teilnehmern lieferte nach der vierten Dosis ein Wirksamkeitsprofil von bis zu 74,8 Prozent gegen die durch Zecken übertragene Krankheit. Dabei verlief die Datenauswertung nicht völlig reibungslos. Weil in der Probandengruppe zunächst zu wenige bestätigte Borreliose-Fälle auftraten, verfehlte die erste Analyse ihr statistisches Hauptziel. Eine zweite Auswertung erreichte schließlich die geforderten Vorgaben. Medizinisch gilt der Wirkstoff, der vor sechs verschiedenen Bakterienstämmen schützt, als sicher und gut verträglich.
Ein unbesetzter Millionenmarkt
Das kommerzielle Potenzial für den Kandidaten PF-07307405 ist beträchtlich. Allein in den USA werden jährlich rund 476.000 Menschen wegen Borreliose behandelt. In Europa kommen laut Schätzungen weitere 132.000 Fälle hinzu. Branchenexperten kalkulieren bei einer erfolgreichen Markteinführung mit jährlichen Umsätzen von etwa 470 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2029.
An der Börse stützt diese Perspektive den aktuellen Aufwärtstrend. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 23,64 Euro notiert das Papier nur noch knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht für die Aktie ein solides Plus von zehn Prozent zu Buche.
Der Fahrplan bis zur Markteinführung
Der weitere regulatorische Prozess ist bereits klar definiert. Pfizer plant, die Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und der europäischen EMA im Laufe des Jahres 2026 einzureichen. Valneva peilt daraufhin eine kommerzielle Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2027 an. Kurzfristig rücken nun die Unternehmensfinanzen in den Fokus. Am 5. Mai präsentiert das Management die Ergebnisse des ersten Quartals und wird voraussichtlich auch Updates zu weiteren Projekten wie dem kombinierten Grippe- und Corona-Impfstoff liefern.
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