Pfizer liefert diese Woche gleich zwei strategische Signale: In der Onkologie gibt es Rückenwind aus Washington, und im boomenden GLP‑1‑Markt sichert sich der Konzern Zugang zum wichtigen China-Geschäft. Beides passt zur gleichen Stoßrichtung: weniger Abhängigkeit vom Pandemie-Nachhall, mehr Wachstum aus neuen Therapiefeldern.
FDA macht BRAFTOVI „voll“ – und die Daten sind stark
Am Dienstag erhielt BRAFTOVI (Encorafenib) in Kombination mit Cetuximab und fluorouracilbasierter Chemotherapie die vollständige FDA-Zulassung für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit metastasiertem Darmkrebs mit BRAF‑V600E‑Mutation. Damit wird eine beschleunigte Zulassung aus Dezember 2024 in eine reguläre, volle Zulassung überführt – entscheidend für die Planbarkeit im Markt.
Grundlage sind Ergebnisse der globalen Phase‑3‑Studie BREAKWATER. Laut Pfizer sank das Sterberisiko im Vergleich zu Chemotherapie (mit oder ohne Bevacizumab) um 51%, das Risiko für Fortschreiten der Erkrankung oder Tod um 47%. Besonders greifbar: Das mediane Gesamtüberleben stieg von 15,1 auf 30,3 Monate. Eine zusätzliche Studienkohorte zeigte zudem eine bestätigte objektive Ansprechrate von 64% gegenüber 39% in der Kontrollgruppe. Pfizer betont, dass es sich damit um die einzige zugelassene zielgerichtete Erstlinien-Therapie in dieser Untergruppe handelt; in Europa läuft parallel ein Prüfprozess, die Vermarktungsrechte liegen dort bei Pierre Fabre.
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GLP‑1: China-Deal für ecnoglutide
Ebenfalls am Dienstag meldete Pfizer eine Lizenzvereinbarung mit Sciwind Biosciences: Der Konzern erhält exklusive Vermarktungsrechte für Festlandchina für ecnoglutide, einen injizierbaren GLP‑1‑Rezeptoragonisten. Das Paket kann sich laut Angaben aus Pressemitteilungen auf bis zu 495 Mio. US‑Dollar (Upfront-, Zulassungs- und Umsatzmeilensteine) summieren.
Ecnoglutide ist in China seit Januar 2026 zur Behandlung von Typ‑2‑Diabetes bei Erwachsenen zugelassen. Zusätzlich wurde ein Antrag für chronisches Gewichtsmanagement eingereicht. Sciwind verweist auf Studiendaten mit 15,1% placebo-bereinigtem Gewichtsverlust; 92,8% der Patienten hätten eine klinisch relevante Gewichtsreduktion erreicht. Für Pfizer ist das ein weiterer Baustein, um im GLP‑1‑Umfeld schneller Substanz aufzubauen – und zwar dort, wo Regulatorik und Marktstruktur anders ticken als in den USA oder Europa.
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Die beiden Nachrichten zeigen eine klare Arbeitsteilung: Onkologie liefert mit einer vollen FDA-Zulassung kurzfristig mehr kommerzielle Sicherheit, während GLP‑1 den mittel- bis langfristigen Wachstumsrahmen absteckt. Pfizer hatte zuletzt bereits gezielt nachgelegt: Im November 2025 schloss der Konzern die rund 7 Mrd. US‑Dollar schwere Metsera-Übernahme ab (ultra-lang wirksame GLP‑1‑basierte Adipositas-Kandidaten). Im Dezember folgte ein globaler Lizenzdeal mit YaoPharma für einen kleinen Molekül-GLP‑1‑Agonisten. Anfang Februar meldete Pfizer außerdem positive Phase‑2b‑Daten zu einer monatlichen Adipositas-Injektion aus dem Metsera-Umfeld, die den primären Endpunkt nach 28 Wochen erreichte.
Am Kurs lässt sich zumindest ablesen, dass der Markt zuletzt wieder etwas freundlicher aufgestellt war: Auf Basis der bereitgestellten Daten liegt die Aktie seit 30 Tagen rund 4,27% im Plus, über 12 Monate aber noch 8,87% im Minus.
Zum Kalender: Der nächste konkrete Fixpunkt ist der 28. April 2026 (nächster Ergebnisbericht). Bis dahin dürfte vor allem zählen, wie schnell Pfizer die Onkologie-Stärke in Umsatz übersetzt und wie glaubwürdig der GLP‑1‑Plan über Partnerschaften und eigene Pipeline-Schritte an Kontur gewinnt.
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