Der US-Raffineriebetreiber Phillips 66 stellt die Weichen für das laufende Quartal. Wie Reuters unter Berufung auf Aussagen in einer Telefonkonferenz berichtete, plant der Konzern, seine Raffinerien im dritten Quartal 2026 mit einer Auslastung im mittleren 90-Prozent-Bereich der Gesamtkapazität zu betreiben.

Die Ankündigung unterstreicht das Bestreben, das operative Geschäft auf hohem Niveau zu halten, während gleichzeitig arbeitsrechtliche Verhandlungen anstehen.

Tarifverhandlungen an der Bayway-Raffinerie

Neben den operativen Zielen rücken auch personelle Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt. Medienberichten zufolge formierten sich an der Bayway-Raffinerie von Phillips 66 Beschäftigte, die von der Gewerkschaft Teamsters Local 877 vertreten werden, zu einer Kundgebung für einen fairen Tarifvertrag im Vorfeld anstehender Verhandlungen.

Die bestehende Vereinbarung an diesem Standort läuft am 1. Oktober aus. Der Ausgang der Gespräche gilt als wichtiger Faktor für den unterbrechungsfreien Betrieb des Werks im beginnenden Herbst.

Parallel dazu hat die Unternehmensführung den Terminplan für die Bilanzvorlage konkretisiert. Das Führungsteam wird am 28. Oktober 2026 um 12:00 Uhr US-Ostküstenzeit eine Webcast-Konferenz abhalten, um die Finanzzahlen für das dritte Quartal 2026 zu erläutern. Die entsprechenden Ergebnisse sollen bereits zuvor am selben Tag veröffentlicht werden.

Rückenwind von Analysten und Marktreaktion

Im Vorfeld des Zwischenberichts haben mehrere Analysehäuser ihre Erwartungen für den Titel nach oben angepasst. Am Montag vor einer Woche hob Raymond James das Kursziel für Phillips 66 von $240 auf $300 an und bestätigte die Einstufung „Outperform“.

Am selben Tag zog Morgan Stanley nach und schraubte den Zielwert von $196 auf $284 herauf, bei einer unveränderten Empfehlung von „Overweight“. Weitere Marktbeobachter passten ihre Zielmarken im September ebenfalls deutlich an.

An der Börse markierte das Papier am vergangenen Freitag mit 241,30 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Zum Auftakt der neuen Handelswoche geriet der Kurs jedoch unter Druck: Im heutigen Handel gibt die Aktie um 3,9 Prozent nach und notiert bei 228,60 Euro. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die angepeilte Kapazitätsauslastung und die Gespräche an der Bayway-Raffinerie planmäßig verlaufen.