Mehr Strom, aber kaum mehr Geld. Bei Photon Energy klaffen operative Leistung und finanzielle Ausbeute derzeit auseinander. Während die Sonne reichlich schien, drückten fallende Marktpreise auf die Erträge.

Preisdruck bremst Volumenwachstum

Die Stromerzeugung stieg im jüngsten Berichtsmonat um 23,6 Prozent auf 13,3 GWh. Davon kam beim Umsatz wenig an. Die Erlöse kletterten lediglich um 5,5 Prozent auf rund 2,152 Millionen Euro.

Der durchschnittlich erzielte Preis sank auf 165 Euro pro Megawattstunde. Marktbeobachter machen den sogenannten „Duck Curve“-Effekt verantwortlich. Die Preise fallen oft genau dann, wenn Solaranlagen am meisten Strom liefern.

Strategischer Rückzug und Neuausrichtung

Das Management ordnet den Konzern parallel dazu neu. Die polnische Handelsgesellschaft Photon Energy Trading PL hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen verlässt obendrein den australischen Markt für Gewerbe- und Industrieanlagen.

Künftig liegt der Fokus auf großen Solarparks in Rumänien, Ungarn und Tschechien. Ein Projekt im rumänischen Săliște mit 34 Megawatt Kapazität verdeutlicht diesen Wandel. Eine Erweiterung der Anlage auf 38 Megawatt gilt als möglicher Impuls für das Service-Geschäft.

Fokus auf den Jahresbericht

Die Aktie notiert aktuell bei 0,23 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier rund 70 Prozent an Wert verloren. Der Kurs bewegt sich damit nahe dem Jahrestief.

Die Veröffentlichung des geprüften Jahresberichts für 2025 ist für Ende April geplant. Dieser soll Klarheit über die finanziellen Folgen der Polen-Insolvenz bringen. Im Mai liefern die Zahlen zum ersten Quartal 2026 weitere Details zur aktuellen Liquidität.