Pinterest Aktie: Massenentlassung und 52-Wochen-Tief

Pinterest kündigt einen umfassenden Personalabbau an, um in KI zu investieren, während die Aktie ein Jahrestief erreicht. Analysten bleiben trotz schrumpfender Erlöse gespalten.

Pinterest Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie fällt auf tiefsten Stand seit einem Jahr
  • Unternehmen streicht fast 15 Prozent der Stellen
  • Freigesetzte Mittel fließen in KI-Investitionen
  • Spekulationen über mögliche OpenAI-Übernahme kursieren

Die Pinterest-Aktie ist auf 23,67 US-Dollar abgestürzt – den tiefsten Stand seit einem Jahr. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat der Titel 26,41 Prozent an Wert verloren, allein in den letzten sechs Monaten ging es um fast 32 Prozent bergab. Der Kurs liegt damit deutlich unter dem Analystenziel von Jefferies, die bei 28 US-Dollar bleiben.

Am Dienstag verkündete das Unternehmen einen globalen Restrukturierungsplan. Weniger als 15 Prozent der Belegschaft müssen gehen, zudem werden Büroflächen reduziert. Bis Ende des dritten Quartals 2026 soll der Umbau abgeschlossen sein. Die Kosten: 35 bis 45 Millionen US-Dollar vor Steuern, überwiegend als Barmittel.

Wohin fließt das gesparte Geld?

Pinterest will die freigewordenen Mittel in künstliche Intelligenz und neue Vertriebsansätze stecken. Konkret geht es um KI-fokussierte Teams, KI-gestützte Produkte und eine Neuausrichtung des Verkaufsapparats. Stifel hält trotz der Turbulenzen an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 40 US-Dollar fest.

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Doch die Börse bleibt skeptisch. Sechs Quartale in Folge sind die Erlöse in den USA und Kanada geschrumpft. Das Performance-Werbegeschäft kommt nicht in Schwung, wie Jefferies-Analysten aus ihren Marktchecks berichten. Zudem fürchtet man, dass OpenAI mit eigenen Werbeaktivitäten experimentelle Budgets abzieht.

Kann Pinterest die Wende schaffen?

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 stehen am 12. Februar an. Jefferies hält die Umsatzerwartungen für das vierte und erste Quartal angesichts der stabilen Werbemärkte für realistisch. Ein positiver Faktor: Die Verschiebung von Möbelzöllen von Januar 2026 auf Januar 2027 könnte dem ersten Quartal leicht helfen.

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Problematisch bleibt die EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2026. Die Kostenentwicklung läuft nahezu parallel zum Umsatzwachstum, was kaum Spielraum für Verbesserungen lässt. InvestingPro attestiert zwar eine solide Finanzverfassung mit einem Score von 3,34 und stuft die Aktie als unterbewertet ein. Das aktuelle KGV von 49,2 beim EBITDA signalisiert jedoch eine hohe Bewertung trotz der jüngsten Kursverluste.

Das Management kauft aggressiv eigene Aktien zurück und verfügt über eine starke Liquiditätsposition mit einem Current Ratio von 8,36. Die Konsensmeinung unter Analysten tendiert zum Kauf – die Kursziele reichen von 21 bis 45 US-Dollar.

Währenddessen macht ein Gerücht die Runde: The Information spekuliert über eine mögliche Übernahme durch OpenAI im Jahr 2026. Der KI-Konzern könnte damit sein E-Commerce- und Werbegeschäft ausbauen. Noch handelt es sich allerdings um pure Spekulation.

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Über Felix Baarz 1608 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.