Pinterest hat gestern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Anleger reagierten prompt mit Verkäufen. Die Aktie brach im nachbörslichen Handel um über 18 Prozent auf 15,23 Dollar ein. Der Grund: Zwar konnte das Unternehmen seinen Gewinn je Aktie auf 0,67 Dollar steigern, doch beim Umsatz blieb Pinterest hinter den Erwartungen zurück.
Umsatz verfehlt die Prognosen
Der Umsatz kletterte im vierten Quartal von 1,15 Milliarden auf 1,32 Milliarden Dollar – ein Plus von 14,3 Prozent. Klingt solide, doch Analysten hatten mit 1,33 Milliarden Dollar gerechnet. Diese scheinbar kleine Differenz reichte aus, um die Börsianer zu verunsichern. Für das Gesamtjahr 2025 setzte Pinterest 4,22 Milliarden Dollar um, knapp unter der Konsensschätzung von 4,23 Milliarden Dollar.
Besonders auffällig: Während die internationalen Märkte kräftig wachsen – Europa legte um 25 Prozent auf 245 Millionen Dollar zu, der Rest der Welt sogar um 64 Prozent auf 96 Millionen Dollar –, lahmt das wichtigste Segment USA und Kanada mit nur 9 Prozent Wachstum bei 979 Millionen Dollar. CEO Bill Ready zeigte sich unzufrieden: „Wir sind mit unserer Q4-Umsatzperformance nicht zufrieden und glauben, dass sie nicht widerspiegelt, was Pinterest langfristig liefern kann.“
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Pinterest?
Nutzerzahlen steigen, Monetarisierung hinkt hinterher
Die Plattform konnte ihre monatlich aktiven Nutzer auf 619 Millionen steigern – ein Zuwachs von 12 Prozent. Hier zeigt sich allerdings ein Problem: Das Nutzerwachstum übertrifft das Umsatzwachstum deutlich. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) liegt global bei gerade einmal 2,16 Dollar, nur 2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Schere zwischen den Regionen ist enorm: In den USA und Kanada erwirtschaftet Pinterest 9,41 Dollar pro Nutzer, in Europa 1,59 Dollar und im Rest der Welt lediglich 0,27 Dollar. Das zeigt einerseits das Potenzial der internationalen Märkte, andererseits aber auch die Herausforderung, diese zu monetarisieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Pinterest?
Sparmaßnahmen und vorsichtiger Ausblick
Pinterest kündigte Restrukturierungen an, die jährlich 100 Millionen Dollar einsparen sollen. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 951 und 971 Millionen Dollar – das entspricht einem Wachstum von 11 bis 14 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll langfristig zwischen 30 und 34 Prozent liegen.
Doch die Anleger zeigen sich skeptisch. Nach dem deutlichen Kursrutsch notiert die Pinterest-Aktie nun bei 15,23 Dollar – weit entfernt von früheren Höchstständen. Die Frage bleibt: Kann Pinterest die hohen Nutzerzahlen in Zukunft besser in Umsatz umwandeln, oder droht weiterer Gegenwind?
Pinterest-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Pinterest-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Pinterest-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Pinterest-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Pinterest: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


