Plains All American Pipeline Aktie: Enttäuschung!

Plains All American Pipeline verfehlt Gewinn- und Umsatzerwartungen deutlich. Das Unternehmen kündigt jedoch eine deutliche Dividendensteigerung und umfangreiche Kosteneinsparungen an.

Plains All American Pipeline Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn und Umsatz liegen deutlich unter Analystenschätzungen
  • Dividende wird um zehn Prozent auf 1,67 Dollar erhöht
  • Jährliche Einsparungen von 100 Millionen Dollar bis 2027 geplant
  • Rohöl-Segment wächst, NGL-Sparte wird abgestoßen

Plains All American Pipeline hat am Freitag die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fielen durchwachsen aus. Der Gewinn je Anteil lag mit 0,40 Dollar deutlich unter den erwarteten 0,47 Dollar. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen mit 10,57 Milliarden Dollar klar hinter der Analystenschätzung von 13,42 Milliarden Dollar zurück. Die Aktie reagierte prompt und verlor im vorbörslichen Handel 2,75 Prozent.

Rohöl-Geschäft wächst, NGL-Sparte schwächelt

Das bereinigte EBITDA im vierten Quartal erreichte 738 Millionen Dollar, was einem mageren Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Immerhin: Das Rohöl-Segment konnte zulegen und steigerte sein bereinigtes EBITDA von 569 Millionen auf 611 Millionen Dollar. Dafür verantwortlich waren vor allem die Integration der kürzlich erworbenen Cactus-III-Pipeline, höhere Durchsatzmengen und Tarifanpassungen.

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Ganz anders sieht es im NGL-Geschäft aus, das das Unternehmen ohnehin abstoßen will. Hier ging das bereinigte EBITDA von 154 Millionen auf nur noch 122 Millionen Dollar zurück. Der Verkauf der NGL-Sparte soll noch Ende März 2026 abgeschlossen werden und rund 3,2 Milliarden Dollar netto einbringen – Geld, das Plains vor allem zum Schuldenabbau verwenden will.

Kostensenkung und Dividendenerhöhung

Trotz der enttäuschenden Quartalszahlen kündigte CEO Willie Chiang eine offensive Strategie an: Bis 2027 sollen jährliche Einsparungen von 100 Millionen Dollar realisiert werden, etwa die Hälfte davon bereits 2026. Die Maßnahmen umfassen den Abbau von Verwaltungskosten, die Schließung regionaler Büros und die Konsolidierung von Betriebsabläufen. Chiang beschrieb 2026 als „Jahr der Umsetzung und Eigeninitiative“.

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Überraschend: Plains erhöht gleichzeitig die Ausschüttung um zehn Prozent auf 1,67 Dollar je Anteil – das entspricht einer Rendite von rund 8,5 Prozent. Gleichzeitig senkte das Management die Mindest-Deckungsquote von 160 auf 150 Prozent, was künftige Dividendensteigerungen erleichtern soll. Das Unternehmen plant, diese jährlich um 0,15 Dollar je Anteil anzuheben.

Für 2026 stellt Plains ein bereinigtes EBITDA von 2,75 Milliarden Dollar in Aussicht – wobei darin noch 100 Millionen Dollar aus dem NGL-Geschäft enthalten sind. Das Rohöl-Segment soll sein EBITDA um 13 Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar steigern. Der freie Cashflow dürfte bei etwa 1,8 Milliarden Dollar liegen. Die Produktion im Perm-Becken, das künftig 60 Prozent des EBITDA beisteuern soll, wird 2026 voraussichtlich bei rund 6,6 Millionen Barrel pro Tag verharren.

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