Planet Labs liefert Bilder aus dem All und Rekordzahlen am Boden. An der Börse herrscht dennoch Katerstimmung statt Euphorie. Ein milliardenschweres Aktienprogramm überschattet das operative Wachstum.

Wachstum durch Verteidigungsaufträge

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 verlief operativ glänzend. Der Umsatz kletterte um 42 Prozent auf 94,2 Millionen Dollar. Vor allem Geheimdienste und das Militär fragten die Satellitendaten massiv nach.

Das Management hob parallel dazu die Jahresprognose an. Der Vorstand erwartet nun Erlöse zwischen 425 und 441 Millionen Dollar. Derweil blicken Anleger skeptisch auf die Kapitalstruktur.

Planet Labs plant ein Programm für neue Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Dieses Volumen übersteigt die aktuelle Marktkapitalisierung deutlich. Die Sorge vor einer massiven Verwässerung drückt den Kurs.

Technische Erholung auf niedrigem Niveau

Innerhalb eines Monats verlor das Papier fast 44 Prozent an Wert. Am Freitag unternahm die Aktie mit einem Plus von rund vier Prozent einen Erholungsversuch. Bei 24,40 Euro stabilisierte sich der Kurs vorerst.

Das Papier notiert damit weiterhin deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 32,39 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 46,60 Euro ist der Titel weit entfernt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 36,9 eine überverkaufte Lage.

Investoren achten nun auf den Auftragsbestand von über 906 Millionen Dollar. Die hohe Volatilität von 105 Prozent lässt auf weitere heftige Ausschläge schließen. Die Geschwindigkeit der Auftragsabwicklung entscheidet über die künftige Bewertung.