Plug Power: 5% Minus nach Investor-Besuch

Gericht lässt Teile einer Aktionärsklage gegen Plug Power zu. Trotz Fortschritten in der Wasserstoffproduktion fällt die Aktie um fünf Prozent.

Plug Power Aktie
Kurz & knapp:
  • Teilweise Zulassung einer Aktionärsklage
  • Kursverlust von rund fünf Prozent
  • Wasserstoffwerk in Louisiana vorgestellt
  • Profitabilitätsziele bis 2028 gesteckt

Ausgerechnet am Tag eines groß angelegten Investorenbesuchs an seiner Wasserstofffabrik in Louisiana musste Plug Power eine unangenehme Gerichtsnachricht verkraften. Ein Bundesrichter in Delaware ließ Teile einer Aktionärsklage zu — und die Aktie gab trotz der Werksshow rund fünf Prozent nach.

Klage überlebt Teilabweisung

Das Gericht ließ bestimmte Vorwürfe zu, die sich auf Plug Powers Wasserstoffproduktionsziele und eine Umsatzprognose aus Ende 2022 beziehen. Konkret geht es um die Frage, ob frühere Wachstumsprognosen irreführend waren — in einer Phase, als das Unternehmen aggressiv expandierte und dabei stark auf externe Finanzierung angewiesen war.

Andere Klagepunkte wurden abgewiesen. Die verbleibenden Vorwürfe reichen jedoch aus, um die rechtliche Unsicherheit rund um Plug Powers Turnaround-Geschichte zu verlängern — und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Management aktiv versucht, Investoren auf operative Fortschritte umzulenken.

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Werksbesuch überzeugt Märkte nicht

Das Werk in St. Gabriel, Louisiana, ist ein Kernstück der US-Wasserstoffstrategie: Es kann bis zu 15 Tonnen flüssigen Wasserstoff täglich verflüssigen. Zusammen mit Standorten in Georgia und Tennessee peilt Plug Power eine landesweite Tageskapazität von rund 40 Tonnen an.

CEO Jose Luis Crespo hatte zuletzt betont, das Unternehmen befinde sich im „Full Execution Mode“ und setze auf nicht-verwässernde Kapitalstrategien. Sein Profitabilitätsfahrplan sieht positives EBITDAS im vierten Quartal 2026 vor, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028.

Die Zahlen für 2025 zeigen immerhin erste Fortschritte: Der Umsatz stieg um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar, der Bruttogewinn drehte mit 5,5 Millionen Dollar erstmals ins Positive. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über 368,5 Millionen Dollar an freier Liquidität.

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Analysten bleiben zurückhaltend

Für das erste Quartal 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 141 Millionen Dollar bei einem Verlust je Aktie von 0,10 Dollar. Der Konsens liegt auf „Hold“, und die EPS-Schätzungen sind im vergangenen Monat leicht gesunken — ein Zeichen gedämpfter Erwartungen vor dem Quartalsbericht im Mai.

Die Kursentwicklung erzählt indes eine andere Geschichte: Auf Sicht von zwölf Monaten hat die Aktie rund 267 Prozent zugelegt, der 30-Tage-Anstieg beträgt knapp 38 Prozent. Mit einem RSI von 70 und einer annualisierten Volatilität von über 60 Prozent ist das Papier technisch überkauft — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 3,51 Euro beträgt noch gut 22 Prozent.

Der Q1-Bericht im Mai wird zeigen, ob Crespos Versprechen von besseren Margen und höherer Anlagenauslastung in konkreten Zahlen ankommt — oder ob die Klage das Narrativ weiter belastet.

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