Das Management verspricht Besserung, aber die Börse verliert die Geduld. Nach der Hauptversammlung am Dienstag schickten Anleger die Papiere von Plug Power weiter auf Talfahrt. Am Freitag fiel der Kurs um 3,53 Prozent auf 2,36 Euro. Damit summiert sich der Verlust der vergangenen sieben Tage auf über 15 Prozent.
Roadmap lässt Anleger kalt
CEO Jose Luis Crespo präsentierte auf dem Aktionärstreffen einen klaren Dreistufenplan. Bis Ende 2026 will der Wasserstoffspezialist ein positives operatives Ergebnis vor Abschreibungen erreichen. Im Jahr 2027 soll der operative Gewinn fließen. Für 2028 peilt das Management die vollständige Profitabilität an.
Die Börse honoriert diese Aussichten nicht. Aktuell notiert die Aktie gut 36 Prozent unter ihrem Jahreshoch von Anfang Juni. Investoren fordern konkrete Beweise für das versprochene Wachstum.
Harter Sparkurs wirkt
Immerhin liefert das interne Kostensenkungsprogramm erste Resultate. Plug Power hat Abteilungen umstrukturiert und Betriebsausgaben gekürzt. Die Folge: Der Barmittelverbrauch sinkt spürbar.
Das erste Quartal untermauert diesen Trend. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf gut 163 Millionen US-Dollar. Parallel dazu verbesserte sich die Bruttomarge deutlich.
Streit um Gehälter und ein wichtiger Stichtag
Hinter den Kulissen brodelt es. Die Aktionärsberater von ISS kritisierten die Vergütung des Vorstands scharf. Der Vergütungsausschuss wies diese Bedenken vor der Hauptversammlung zurück. Obendrein standen Millionen neue Aktien für das Mitarbeiterprogramm zur Abstimmung.
Der Fokus richtet sich nun auf Ende Juni. Bis dahin muss der Verkauf des Project Gateway an Stream Data Centers über die Bühne gehen. Dieser Deal bringt dringend benötigte 132,5 Millionen US-Dollar in die Kasse. Platzt die Frist, können beide Seiten den Vertrag kündigen.
Plug Power beendete das Frühjahr mit Barreserven von 802 Millionen US-Dollar. Der erfolgreiche Abschluss des Daten-Center-Deals ist zwingend nötig, um die Liquidität zu sichern. Gelingt der Verkauf bis zum 30. Juni, rücken die Zahlen für das zweite Quartal in den Fokus. Dann muss das Management beweisen, dass der Weg in die schwarzen Zahlen realisierbar bleibt.
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