Plug Power Aktie: 20.000 Kontrakte auf 4,50 Dollar

Plug Power steht vor einem entscheidenden Optionsverfallstag, während ein neues Wasserstoffprojekt in Großbritannien positive Impulse liefert.

Plug Power Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Call-Handel bei 4,50 $
  • Fortschritt beim Barrow-Wasserstoffprojekt
  • Umsatzsteigerung um 22 Prozent
  • Liquiditätspolster von über 800 Mio. Dollar

Der 29. Mai wird für Plug Power zu einem kurzfristigen Lackmustest – ausgelöst durch die anstehenden Wochenoptionen. Während die Aktie zuletzt bei 3,56 € notierte, ballt sich das Handelsinteresse auffällig um die Call-Marke bei 4,50 $. Ein ganz normaler Verfallstag? Nicht ganz.

Die Optionskette von Investing.com vom Vorabend zeigt: Beim 4,50 $-Call wurden über 20.000 Kontrakte gehandelt, die offenen Positionen liegen bei fast derselben Zahl. Das Pendant, der 4,50 $-Put, kommt dagegen auf lediglich 206 gehandelte Kontrakte. Die Botschaft ist klar: Händler setzen auf einen Sprung über diese Marke. Ob Plug Power den nötigen Schwung aufbringt, ist offen. Der RSI von 20,4 deutet auf technisch überverkaufte Niveaus – die Aktie hat in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben.

Wasserstoffprojekt gibt Rückenwind

Die Optionsspekulation kommt nicht aus dem Nichts. Erst am 27. Mai meldete Plug Power einen Fortschritt beim Barrow-Green-Hydrogen-Projekt in Cumbria. Das Unternehmen liefert 30 MW GenEco-Elektrolyseure für die Anlage, die die finale Investitionsentscheidung erreicht hat.

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Betrieben wird das Projekt von Green Hydrogen Energy Company, einem Joint Venture von Schroders Greencoat und Carlton Power. Die Anlage soll rund 100 GWh grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und Kimberly-Clarks Produktionsstandort versorgen. Plug Power zufolge soll der Erdgasverbrauch dort um bis zu 50 Prozent sinken, eingespart werden rund 18.300 Tonnen CO₂ jährlich.

Barrow ist der erste von drei Plug-unterstützten Wasserstoffprojekten, die in die Umsetzung gehen. Insgesamt liefert das Unternehmen 55 MW Elektrolyseure an die Standorte Barrow, Trafford und Langage.

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Finanzielle Basis bleibt angespannt

Hinter den Projektmeldungen steht eine operative Erholung. Im ersten Quartal 2026 steigerte Plug Power den Umsatz um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Die Bruttomarge nach GAAP verbesserte sich von minus 55 auf minus 13 Prozent. Der Verlust je Aktie sank von 0,21 auf 0,18 Dollar – inklusive rund 140 Millionen Dollar nicht zahlungswirksamer Aufwendungen aus Wandelanleihen und Optionsbewertungen.

Die Liquidität bleibt ein zentraler Punkt. Plug Power beendete das Quartal mit über 802 Millionen Dollar an Bargeld, davon 223 Millionen frei verfügbar. Rund 579 Millionen Dollar sind noch gebunden, sollen aber mit etwa 50 Millionen Dollar pro Quartal über die nächsten Jahre freigegeben werden.

Die Investmentstory hängt nun daran, ob Plug Power die operative Wende schafft. Eigene Prognose: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026. Ob der Optionsverfall am Freitag ein erstes Signal sendet, bleibt abzuwarten – die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die Margenbesserung nachhaltig ist.

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Über Dieter Jaworski 4503 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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