Für Plug Power sieht es am Mittwoch im Vergleich zum Vortag vergleichsweise langweilig aus. Die Notierungen haben sich kaum bewegt. An verschiedenen Börsen ist die Aktie leicht gestiegen und erreicht jetzt ein Kursniveau von etwa 2 Euro.
Aus charttechnischer Sicht kann man dies durchaus als positives Zeichen werten, weil die Aktie kurz zuvor noch unter die Marke von 1,80 Euro zu fallen drohte. Ob damit allerdings bereits die große Wende erreicht ist, bleibt abzuwarten.
Die Aktie hat seit einiger Zeit deutlich nachgegeben, zuletzt vor allem am Heimatmarkt in den USA. Erst rund um die Monatswende im Juni hatte sie noch ein Kursniveau von 4,14 US-Dollar erreicht. Gestern notierte die Aktie bei 2,27 US-Dollar. Das bedeutet: Trotz eines Kursgewinns von 4,61 % hat die Aktie insgesamt noch ein Minus von rund 45 % innerhalb weniger Wochen verzeichnet.
Börsen bleiben hier unsicher
Die Börsen sind sich bei Plug Power derzeit weiterhin nicht sicher, wie weit das Unternehmen wirtschaftlich auf einen nachhaltigen Erholungskurs gelangen kann. Darauf wird es am Ende entscheidend ankommen.
In den vergangenen Tagen ist immerhin eine kleine Wende gelungen, die allerdings durchaus unterschiedlich bewertet wird. Plug Power hat bekannt gegeben, dass ein Projekt in Graham, Texas, verkauft werden soll. Dadurch könnten dem Unternehmen bis zu 76,5 Millionen US-Dollar beziehungsweise insgesamt rund 90 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln zufließen.
Dies ergänzt eine weitere Meldung. Der Kaufvertrag für das New York Gateway-Projekt wurde nach Angaben des Unternehmens angepasst. Beide Transaktionen zusammen sollen die Liquiditätssituation des Unternehmens deutlich verbessern. Insgesamt könnten Plug Power dadurch mehr als 275 Millionen US-Dollar zusätzlich zur Verfügung stehen.
Das mag auf den ersten Blick positiv erscheinen, insbesondere für jene, die seit Langem auf die Liquiditätsprobleme des Unternehmens hinweisen. Auf der anderen Seite stellt sich bei einer langfristigen Betrachtung die Frage, ob solche Verkäufe tatsächlich eine strukturelle Verbesserung für Plug Power darstellen. Diese Zweifel dürften zunächst bestehen bleiben.
Am 10. August wird das Unternehmen seine Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen. Dann dürfte der Konzern auch näher auf die Transaktionen eingehen und seine Zukunftspläne erläutern.
Die Erwartungen der Analysten an Umsatz, Margen und Ergebnis – hier geht es vor allem um eine Verringerung der Verluste – sind moderat bis ordentlich. Dann wird sich zeigen, ob Plug Power kurzfristig bessere Perspektiven aufzeigen kann, als die Märkte derzeit erwarten.
Ganz konkret befindet sich die Aktie, wie beschrieben, im Bereich von rund 2 US-Dollar derzeit in einer Warteschleife. Dies könnte in einer groben Betrachtung als Seitwärtstrend mit entsprechenden Schwankungen interpretiert werden.
Analysten erwarten weiterhin deutlich höhere Kursziele. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Plug Power die Erwartungen am 10. August mit überzeugenden Quartalszahlen untermauert.
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