Um die eigene Bilanz zu stärken und den laufenden Betrieb zu finanzieren, trennt sich Plug Power von wichtigen Vermögenswerten. Nachdem staatliche Fördergelder für ein geplantes Wasserstoffprojekt gestrichen wurden, verkauft das Unternehmen nun das dazugehörige Grundstück an einen Rechenzentrumsbetreiber. Der neue CEO Jose Luis Crespo treibt damit eine umfassende Strategie zur Kapitalbeschaffung voran, die dem Konzern dringend benötigte finanzielle Spielräume verschafft.
Landverkauf statt Wasserstoff-Projekt
Im Zentrum der Bemühungen steht der Verkauf des sogenannten Project Gateway-Standorts im New Yorker STAMP-Industriepark an Stream Data Centers. Der Deal soll Plug Power mindestens 132,5 Millionen US-Dollar einbringen. Ursprünglich war auf dem Gelände eine Anlage für sauberen flüssigen Wasserstoff geplant, die durch eine Kreditbürgschaft des US-Energieministeriums in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar gestützt werden sollte. Als diese Bundesmittel ausblieben, stoppte das Unternehmen im vergangenen November alle Arbeiten, um die Kapitalbindung zu reduzieren. Das bereits gesicherte Stromnetz der Anlage wird künftig das neue Rechenzentrum versorgen.
Weitere Transaktionen und operative Fortschritte
Der Grundstücksverkauf ist nur der erste Schritt einer größeren Initiative. Bis Mitte 2026 plant das Management, durch die Monetarisierung von Stromrechten bei zwei weiteren Anlagen insgesamt über 275 Millionen US-Dollar an zusätzlicher Liquidität zu generieren. Diese Kapitalspritzen treffen auf eine sich leicht verbessernde operative Basis. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 225,2 Millionen US-Dollar und erzielte dabei eine positive Bruttomarge von 2,4 Prozent – eine deutliche Erholung gegenüber der stark negativen Marge im Vorjahreszeitraum. Der operative Mittelabfluss konnte im Gesamtjahr 2025 auf 535,8 Millionen US-Dollar reduziert werden.
Gedämpftes Wachstum trifft auf neue Führung
Unter der Leitung des seit Anfang März amtierenden CEOs Jose Luis Crespo hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, bis Ende 2028 die volle Profitabilität zu erreichen. Ein Bremsklotz für die Euphorie bleibt allerdings die schwache Umsatzprognose für 2026, die mit einem erwarteten Wachstum von lediglich 13 Prozent weit hinter den Erwartungen der Wall Street zurückbleibt.
An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Stabilisierungsversuche dennoch: Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von gut 24 Prozent und ging am Freitag bei 1,89 Euro aus dem Handel. Der nächste Prüfstein für die Fortschritte unter dem neuen CEO folgt am 13. Mai 2026 mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das erste Jahresviertel. Bis dahin liegt der operative Fokus auf dem erfolgreichen Abschluss der angekündigten Anlagenverkäufe.
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