Plug Power notiert nach einer schwachen Woche und einem weiteren Verlust von -2,2 % am Freitag am Wochenende bei 2,391 Euro. Die Schwäche ist recht greifbar: So fällt der Blick auf die vergangenen Wochen enttäuschend aus. Innerhalb von fünf Handelstagen gab das Papier 13,24 % nach. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 21,93 %. Gleichzeitig liegt die Aktie seit Jahresbeginn immer noch 42,78 % im Plus. Man fühlt regelrecht, dass sich hier viel bewegt. Wurde zu viel Spekuliert?

Auslöser der Diskussion ist eine bemerkenswerte Entwicklung im operativen Bereich. Im ersten Quartal erhöhte Plug Power den Umsatz um 22 % auf 163,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge von minus 55 % auf minus 13 %. Das Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap“ zeigt damit messbare Effekte in den operativen Kennzahlen. Das Management hält unverändert am Ziel fest, bis Ende 2026 ein positives EBITDA zu erreichen.

An der Börse werden diese Fortschritte jedoch ganz aktuell wieder mit dem Blick auf eine andere Kennzahl überlagert. Der Nettoverlust belief sich im ersten Quartal auf 245,3 Millionen US-Dollar. Hinzu kam ein operativer Mittelabfluss von rund 150 Millionen US-Dollar. Investoren stellen daher weniger die Umsatzentwicklung als vielmehr die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns in den Mittelpunkt.

Plug Power: Zu wenig Kapital?

Besonders kritisch wird die Liquiditätslage analysiert. Plug Power weist zwar Barmittel von rund 802 Millionen US-Dollar aus. Davon stehen jedoch lediglich 223 Millionen US-Dollar frei zur Verfügung. Der übrige Teil dient als Sicherheit für bestehende Finanzierungsvereinbarungen. Diese Struktur erklärt, weshalb die Aktie trotz verbesserter Margen unter Druck bleibt.

Immerhin baut das Unternehmen seine internationale Präsenz weiter aus. Neue Projekte in Großbritannien und Portugal sollen das europäische Geschäft stärken. Bereits im April erhielt Plug Power zudem den Zuschlag für ein 275-Megawatt-Elektrolyseurprojekt. Im Mai folgten weitere Meldungen rund um das Barrow-Wasserstoffprojekt. Operativ bleibt die Projektpipeline damit aktiv.

Die Analystengemeinde bleibt vorsichtig optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,616 US-Dollar und damit rund 31 % über dem nun erreichten Schlusskurs von 2,760 US-Dollar. Börsianer werden mitzittern.