Plug Power ordnet sein Geschäft neu. Das Management rückt von der bisherigen aggressiven Expansion ab. Stattdessen steht nun strikte Kostendisziplin im Vordergrund. Am Markt sorgt das für eine erste Stabilisierung. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 2,37 Euro und verbucht ein leichtes Tagesplus.
Neues Management greift durch
Ein tiefgreifender Umbau prägt derzeit das Bild des Wasserstoff-Spezialisten. Erst im März 2026 übernahm Jose Luis Crespo den Posten des Vorstandschefs. Kurz darauf verließ Direktorin Kavita Mahtani den Verwaltungsrat.
Unter Crespos Führung startete das Unternehmen die Initiative „Project Quantum Leap“. Das Ziel: operative Disziplin statt Wachstum um jeden Preis. Plug Power plant ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) bis zum vierten Quartal 2026. Bis 2028 will der Konzern die volle Profitabilität erreichen.
Eigene Produktion senkt Kosten
Der wichtigste Hebel für den Umschwung ist die eigene Herstellung von flüssigem Wasserstoff. Bisher kaufte Plug Power den Brennstoff teuer bei Drittanbietern ein. Nun verlagert der Konzern die Produktion in eigene Anlagen. Standorte in Georgia und Louisiana decken die Kundennachfrage zunehmend ab.
Diese Maßnahmen entlasten die Bilanz erheblich. Die Bruttomarge verbesserte sich im abgelaufenen Quartal auf minus 13 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei drastischen minus 55 Prozent. Parallel dazu kletterte der Umsatz auf 163,5 Millionen US-Dollar.
Blick auf die Jahresziele
Marktbeobachter rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit Erlösen von rund 813 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem soliden Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Auch der Nettoverlust soll auf etwa 492 Millionen US-Dollar sinken. Kostensenkungen treiben diese Entwicklung an. So sanken die Servicekosten pro GenDrive-Einheit im Jahresvergleich um fast ein Drittel.
Trotz der jüngsten Schwächephase steht auf Jahressicht ein massives Kursplus von 139 Prozent. Mit einem RSI von 35,1 nähert sich das Papier nun dem überverkauften Bereich. Um die Profitabilitätsziele zum Jahresende zu erreichen, muss Plug Power seine Liquidität sichern. Geplante Verkäufe von Vermögenswerten stehen dabei als nächster konkreter Schritt an.
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