Plug Power-Aktie: Das ist der Hammer!

Plug Power verzeichnet trotz Umsatzsteigerungen weiterhin Nettoverluste. Analysten sehen die Aktie aufgrund der hohen Bewertung kritisch.

Plug Power Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 8
  • Nettoverlust von 492 Millionen erwartet
  • Neues Wasserstoffprojekt in Barrow
  • Analysten raten mehrheitlich zum Halten

Während die Aktie von Plug Power am heutigen Mittwoch inzwischen bei 3,497 Euro notiert und im Tagesverlauf um etwa 1 % nachgegeben hat, richtet sich der Blick vieler Investoren auf die Fundamentaldaten des Wasserstoffspezialisten. Die jüngsten Kursbewegungen sind beeindruckend, doch die wirtschaftlichen Kennzahlen erzählen eine andere Geschichte.

Der Konzern wird derzeit mit rund 5,7 Milliarden Euro bewertet. Gleichzeitig erwarten Analysten für 2026 einen Umsatz von lediglich 813 Millionen US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 8,01. Für 2027 sinkt dieser Wert zwar auf 6,76, bleibt damit aber weiterhin auf einem Niveau, das deutlich über vielen Industrieunternehmen liegt. Insofern herrscht aus rein wirtschaftlicher Sicht durchaus Alarmstimmung. Oder?

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Plug Power: Vielleicht einfach zu stark!

Noch deutlicher wird die Herausforderung beim Blick auf die Ertragslage. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einem Nettoverlust von 492 Millionen US-Dollar. Selbst für 2027 erwarten die Konsensschätzungen noch ein Minus von 237 Millionen US-Dollar. Ein positives KGV existiert daher weiterhin nicht.

Auch die Verschuldung bleibt ein relevanter Faktor. Für 2026 wird eine Nettoverschuldung von 813 Millionen US-Dollar erwartet. Für 2027 gehen die Schätzungen von 823 Millionen US-Dollar aus. Immerhin rechnen Analysten mit steigenden Umsätzen von 813 auf 965 Millionen US-Dollar. Die zentrale Börsennachricht lautet daher: Die Bewertung setzt bereits erhebliche Fortschritte voraus, obwohl die Gewinnschwelle nach den aktuellen Schätzungen weiterhin nicht erreicht wird.

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Dennoch meldete das Unternehmen zuletzt Fortschritte. Im Mai wurde die endgültige Investitionsentscheidung für ein 30-Megawatt-Wasserstoffprojekt in Barrow bekanntgegeben. Plug Power liefert PEM-Elektrolyseure für das Projekt. Kurz zuvor veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse für das erste Quartal und berichtete über einen geringeren bereinigten Verlust bei gleichzeitig steigenden Umsätzen. Das wiederum hatte an den Börsen (mit Recht) für deutliche Überraschung gesorgt. In der Regel überrascht die Plug Power einfach nicht.

Die Analystenlandschaft bleibt zurückhaltend. UBS veröffentlichte zuletzt eine neutrale Einschätzung. RBC verwies auf Umsatzwachstum und Verbesserungen bei den Margen. B. Riley bestätigte ebenfalls eine Kaufempfehlung. TD Cowen stufte die Aktie dagegen auf Neutral zurück. Die Analystengemeinde kommt insgesamt auf ein durchschnittliches Votum von Halten. Letztlich sollen die Kurse bezogen auf die durchschnittlichen Ziele sogar sinken. Ist das schon ein Problem?

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