Die Aktie von Plug Power verlor nun in den USA rund 1,8 % und notiert bei etwa 2,42 US-Dollar. Damit hat das Papier inzwischen einen Abstand von fast zehn % zur 200-Tage-Linie aufgebaut. Dieser langfristige Trendindikator gilt für viele technisch orientierte Anleger als wichtige Orientierung.
Die Notierungen leiden derzeit vor allem darunter, dass es aus fundamentaler Sicht kaum neue Impulse gibt. Plug Power hatte zwar im März einen neuen CEO berufen, der ein umfassendes Kostenmanagementprogramm eingeleitet hat. Ob dieses Programm die erhoffte Wirkung entfaltet, dürfte sich jedoch erst mit den kommenden Quartalszahlen zeigen.
Plug Power: Eine kleine Enttäuschung
Bislang haben die Märkte ihre Erwartungen kaum angepasst. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten weiterhin mit einem Nettoverlust von deutlich über 400 Millionen US-Dollar, teilweise sogar von nahezu 500 Millionen US-Dollar. Dem steht ein erwarteter Umsatz von etwas mehr als 830 Millionen US-Dollar gegenüber. Damit bleibt die Profitabilität des Unternehmens vorerst eine der größten Herausforderungen.
Für das kommende Jahr wird zwar mit einer deutlichen Verringerung der Verluste gerechnet. Nach den aktuellen Schätzungen könnten sie sich etwa halbieren. Dennoch würde Plug Power weiterhin Verluste schreiben. Entsprechend fehlt dem Markt derzeit die große Euphorie, die eine nachhaltige Trendwende auslösen könnte.
Die Analysten bleiben allerdings deutlich optimistischer. Die durchschnittlichen Kursziele liegen weiterhin bei etwas über drei Euro und damit klar über dem aktuellen Kursniveau.
Ob Plug Power tatsächlich eine neue Aufwärtsbewegung einleiten kann, bleibt jedoch offen. Aus fundamentaler Sicht sind kurzfristig nur wenige neue Impulse zu erwarten. Damit reiht sich das Unternehmen in die derzeit insgesamt schwache Entwicklung vieler Wasserstoffwerte ein.
Gleichzeitig hat Plug Power in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass überraschende Trendwechsel möglich sind. So gelang dem Unternehmen zuletzt Ende März eine deutliche Kurserholung innerhalb kurzer Zeit. Ob sich ein ähnliches Szenario wiederholt, dürfte vor allem von den operativen Fortschritten und den kommenden Quartalszahlen abhängen.
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