Plug Power arbeitet gegen die Uhr. Das Unternehmen will über Verkäufe von Vermögenswerten und andere nicht verwässernde Finanzierungen insgesamt 275 Millionen Dollar mobilisieren. Bis Ende August waren aus kurzfristigen Maßnahmen rund 47 Millionen Dollar eingegangen; seit Beginn des Programms summierten sich die Zuflüsse auf etwa 52 Millionen Dollar. Diese Beträge stehen im Zentrum der aktuellen Investmentgeschichte, weil Plug Power zugleich bis zum vierten Quartal 2026 ein positives EBITDAS erreichen will.

Plug Power an den Börsen noch immer relative schwach

An der Börse hielt sich die Aktie am Freitag vergleichsweise stabil. Auf Xetra stieg sie um 1,81 % auf 1,84 Euro. Über eine Woche bleibt dennoch ein Minus von knapp 4 %, im Monatsvergleich beträgt der Rückgang gut 3 %. Auf Jahressicht steht dagegen ein Plus von rund 45 %. Die starken Ausschläge zeigen, wie schnell sich Erwartungen an Liquidität und operative Fortschritte im Kurs niederschlagen.

Im Geschäft gibt es einzelne Verbesserungen. Die Bruttomarge lag zuletzt nahe null, nachdem sie im Vorjahreszeitraum noch bei minus 31 % und im ersten Quartal 2026 bei minus 13 % gelegen hatte. Gleichzeitig wurden die operativen Aufwendungen ungefähr halbiert und auf 62 Millionen Dollar gedrückt. Besonders deutlich entwickelte sich das Servicegeschäft: Der Umsatz stieg um 82 % auf 30 Millionen Dollar, die Marge erreichte 27 %. Zudem wurden 1.666 GenDrive-Einheiten ausgeliefert, mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.

Damit stehen zwei Aufgaben nebeneinander: Plug Power muss seine Kosten- und Margenverbesserungen fortsetzen und gleichzeitig genügend Liquidität beschaffen, um den Weg bis zum angestrebten positiven EBITDAS zu finanzieren. Der Umsatz des zweiten Quartals lag bei rund 178 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 15 bis 16 % an. Die Fortschritte bei Service, Kosten und Bruttomarge liefern konkrete Messpunkte; das 275-Millionen-Dollar-Programm bestimmt, wie viel finanzieller Spielraum dafür zur Verfügung steht. Analysten sind hier insgesamt zuversichtlich!