Bei Plug Power verschiebt sich die entscheidende Frage zur Aktie in der Betrachtung. Lange stand vor allem das Überleben des Geschäftsmodells im Vordergrund, inzwischen rückt zunehmend die Frage ins Zentrum, ob der Konzern seine vorhandene Infrastruktur tatsächlich profitabel skalieren kann. Die jüngsten Zahlen liefern dafür erste Anzeichen, aber noch keinen endgültigen Beweis.

Die Börsen zweifeln daher etwas. 1,90 Euro ist die Aktie nun am Montag aktuell wert. Sie legte um 0,65 % zu, was noch keinen Durchbruch, sondern eher eine Warteposition darstellt.

Plug Power: Die Märkte sehen ggf. etwas genauer hin

Besonders aufmerksam dürfte der Markt deshalb auf die Entwicklung der Bruttomarge schauen. Ausgehend von einem extrem schwachen Vorjahreswert von minus 30,7 % hat sich Plug Power inzwischen bis an die Gewinnschwelle herangearbeitet. Gleichzeitig konnte der Verlust je Aktie von 0,22 auf 0,14 Dollar reduziert werden. Das zeigt eine operative Verbesserung, während das Umsatzwachstum bislang deutlich weniger Dynamik entfaltet.

Auch die Jahresplanung spricht für einen vorsichtigen Fortschritt. Plug Power rechnet inzwischen mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 16 % für 2026. Der eigentliche Belastungstest folgt jedoch im vierten Quartal, wenn erstmals ein positives EBITDA erreicht werden soll. Sollte das Vorhaben gelingen, hätte das Unternehmen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer tragfähigeren Kostenstruktur gemacht.

Hinzu kommt, dass der Analystenkonsens für das Gesamtjahr weiterhin einen Verlust von 0,41 Dollar je Aktie erwartet. Selbst ein positives EBITDA im vierten Quartal wäre deshalb lediglich ein Zwischenschritt. Für eine nachhaltige Neubewertung müsste Plug Power beweisen, dass die Margenverbesserung nicht nur vorübergehend ist und gleichzeitig ausreichend neue Umsätze entstehen. Dennoch bleiben die Aussichten aus der Warte von Analysten (bezogen auf die jeweiligen Kursziele) durchaus sehr gut!