Die Aktie von Plug Power gehört im laufenden Jahr trotz aller Rückschläge noch immer zu den Gewinnern, was erstaunlich genug ist (im Vergleich zu z. B. Nel Asa). Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von rund 33 % zu Buche. Auch am Montag legte der Titel nochmals um 2,4 % auf 2,28 Euro zu. Damit scheint sich die Aktie oberhalb der Marke von zwei Euro zunächst etabliert zu haben.

Plug Power: Reichlich viel Hoffnung!

Interessant ist der Blick auf die Bewertung. Plug Power kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 3,56 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein Enterprise Value von etwa 4,35 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus lässt sich zumindest die These ableiten, dass die Aktie inzwischen nicht mehr besonders hoch bewertet sein könnte. An den Börsen spielte dieser Aspekt in den vergangenen Wochen allerdings kaum eine Rolle.

Stattdessen fehlten dem Markt zuletzt neue Impulse. Innerhalb von fünf Handelstagen hatte die Aktie zuvor rund 10,6 % verloren. Zwar wurde Ende Juni der Abschluss der Inbetriebnahme eines 5-MW-Elektrolyseurs in Dänemark bekannt. Wirklich neue Projekte konnten jedoch zuletzt nicht präsentiert werden. Auch die finale Investitionsentscheidung für das 30-MW-Wasserstoffprojekt in Barrow stammt bereits aus dem Mai und gilt inzwischen als eingepreist.

Die wirtschaftlichen Perspektiven bleiben zudem anspruchsvoll. Für das laufende Jahr erwarten Marktbeobachter bei einem Umsatz von rund 810 Millionen US-Dollar noch immer einen Nettoverlust von etwa 490 Millionen US-Dollar. Entsprechend fällt es vielen Investoren schwer, bereits auf eine nachhaltige operative Trendwende zu setzen.

Dennoch bleibt die Zuversicht der Analysten bemerkenswert. Im Durchschnitt sehen sie den fairen Wert der Aktie noch rund 42 % über dem aktuellen Kursniveau. Ob dieses Potenzial tatsächlich realisiert werden kann, dürfte allerdings maßgeblich davon abhängen, wann Plug Power den hohen Erwartungen an Wachstum und Profitabilität näherkommt. Dafür wurde im laufenden Jahr vom neuen CEO ein Kostenmanagement-Paket geschnürt. Die ersten Ergebnisse dürfte oder sollte der nächste Quartalsbericht liefern.