Plug Power schloss die Woche bei 1,84 Euro und damit um immerhin 1,14 % verbessert. Die Enttäuschung bleibt: Bis zur 2-Euro-Linie fehlen noch fast 16 Cent, bis zu den wichtigsten Trend-Indikationen sogar über 22 Cent. Die Aktie ist im Abwärtstrend, hat aber nach Meinung von Analysten deutlich höhere Kursziele. Immerhin. Die jüngsten Zahlen hatten die Analysten bestärkt.
Plug Power lebt aktuell von den Zahlen
Operativ hat der Wasserstoffkonzern im zweiten Quartal vor allem beim Mittelabfluss und bei den Kosten Fortschritte erzielt. Der freie Mittelabfluss sank innerhalb eines Jahres von rund 230 auf etwa 100 Millionen Dollar. Die Betriebskosten wurden im selben Zeitraum halbiert. Auch die operative Marge verbesserte sich deutlich von minus 102 auf minus 36 %. Für das laufende Geschäftsjahr hob Plug Power seine Prognose auf ein Umsatzwachstum von 15 bis 16 % an.
Im vierten Quartal will das Unternehmen ein positives EBITDA beziehungsweise EBITDAS erreichen. Dafür sollen weitere Mittel aus der Monetarisierung eigener Projekte und aus nicht verwässernden Finanzierungen zufließen. Insgesamt sind auf diesem Weg 275 Millionen Dollar vorgesehen. Aus den Stream-Transaktionen hat Plug Power bislang 52 Millionen Dollar eingenommen. Kurzfristig werden weitere rund 80 Millionen Dollar erwartet. Hinzu kamen 39,2 Millionen Dollar aus dem Verkauf eines Investitionssteuerguthabens für die Wasserstoffverflüssigungsanlage in St. Gabriel.
Zuletzt verfügte Plug Power über 161,9 Millionen Dollar frei verfügbare Barmittel. Weitere 510 Millionen Dollar waren gebunden. Der Netto-Cashverbrauch belief sich im zweiten Quartal auf rund 61 Millionen Dollar. Im Materialhandling wurden während des Quartals 1.666 GenDrive-Einheiten ausgeliefert. Zwei Großkunden planen, in den kommenden drei Jahren mehr als 20.000 Einheiten zu erneuern. Das Servicegeschäft steigerte seinen Umsatz um 82 % auf 30 Millionen Dollar und erzielte dabei eine Marge von 27 %.
Die nächsten Geschäftszahlen werden für Oktober erwartet. Dann legt Plug Power den Bericht zum dritten Quartal vor. Analysten sehen die oben genannten Fortschritte mit Wohlwollen. Der Markt spricht noch immer davon, bestenfalls ein Seitwärtstrend sei erreicht.
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