Jose Crespo übernimmt das Ruder bei Plug Power – und zwar exakt am Tag der Jahresbilanz 2025. Parallel dazu verkauft das Unternehmen Vermögenswerte für bis zu 142 Millionen Dollar. Selten konzentrierten sich so viele strategische Weichenstellungen auf einen einzigen Termin.
Neue Führung, alte Probleme
Am Montag, den 2. März 2026, veröffentlicht Plug Power die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 – zeitgleich tritt Jose Luis Crespo offiziell als CEO an. Die Ernennung wird mit der Einreichung des Jahresberichts (Form 10-K) wirksam, sodass die Telefonkonferenz um 16:30 Uhr ET faktisch sein Debüt an der Spitze markiert.
Crespo ist kein Externer: Er kam 2014 als Vice President für Business und International Sales zu Plug Power, wurde im November 2024 Chief Revenue Officer und im Oktober 2025 zum President ernannt. Sein erklärtes Ziel: operative Profitabilität bis 2027, schwarze Zahlen unterm Strich ein Jahr später. Andy Marsh, der scheidende CEO, bleibt als Executive Chair im Vorstand.
Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Verlust je Aktie von 0,11 Dollar bei einem Umsatz von 217,3 Millionen Dollar – ein Plus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im dritten Quartal hatte Plug die Erwartungen knapp übertroffen (–0,12 statt –0,13 Dollar), doch die Aktie gab dennoch nach.
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132,5 Millionen Dollar aus Vermögensverkauf
Kurz vor der Bilanzvorlage sicherte sich Plug Power frisches Kapital. Am 26. Februar 2026 unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag mit Stream Data Centers über den Verkauf von Vermögenswerten – darunter das Grundstück und die Infrastruktur am Project-Gateway-Standort in New York sowie bestimmte Umspannwerks-Anlagen. Die garantierte Summe liegt bei mindestens 132,5 Millionen Dollar, abhängig vom Abschlusszeitpunkt und bestimmten Bedingungen sind bis zu 142 Millionen Dollar möglich.
Der Deal soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen werden. Stream Data Centers zahlt eine Anzahlung von 6 Millionen Dollar. Die Transaktion ist Teil einer größeren Initiative, durch die Plug Power insgesamt mehr als 275 Millionen Dollar an Liquidität generieren will – über Verkäufe, freigesetzte Sicherheiten und reduzierte Wartungskosten. Zwei weitere Maßnahmen sollen im Laufe des Jahres folgen.
Operative Fortschritte, strukturelle Hürden
Operativ verbuchte Plug Power 2025 Erfolge: Die Auslieferungen von Elektrolyseuren stiegen um über 200 Prozent, eine 100-Megawatt-Anlage in Portugal ging in Betrieb. Zudem füllte das Unternehmen erstmals Wasserstoff in die 32 Kilometer lange Rotterdam-Pipeline von Hynetwork ein – 32 Tonnen RFNBO-zertifizierten erneuerbaren Wasserstoff samt maßgeschneiderter Entlade-Infrastruktur.
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Insgesamt hat Plug Power mehr als 72.000 Brennstoffzellensysteme und 285 Tankstellen installiert. Die Produktionskapazität liegt derzeit bei 40 Tonnen Wasserstoff pro Tag, verteilt auf Anlagen in Georgia, Tennessee und Louisiana.
Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3 Milliarden – ein Schritt, der Verwässerungsrisiken birgt. Hinzu kommen Zölle auf chinesische Komponenten und europäische Elektrolyseure, die den Kostendruck verschärfen und das Erreichen der Profitabilitätsziele verzögern könnten.
Konvergenz entscheidet
Analysten erwarten für 2025 ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent, gefolgt von einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 23 Prozent bis 2027 – vorausgesetzt, das Marktumfeld für grünen Wasserstoff stabilisiert sich. Der CFO hatte zuvor die zweite Jahreshälfte 2026 als kritische Phase für spürbare Verbesserungen identifiziert.
Ob Crespo mit seiner ersten Quartalsbilanz und den angekündigten strategischen Akzenten das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann, wird sich am Montagnachmittag zeigen. Die Kombination aus Führungswechsel, Jahresabschluss und konkreter Vermögensverwertung macht den 2. März zu einem der bedeutsamsten Termine in der jüngeren Unternehmensgeschichte.
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