Nach einem monatelangen Kursverfall zeigt die Aktie des US-Wasserstoffspezialisten Plug Power erste Erholungszeichen. Das Papier kletterte am Dienstag auf 1,88 Euro und verbuchte auf Wochensicht ein zweistelliges Plus von knapp 13 %. Dennoch wiegt der Monatsverlust von rund 19 % schwer. Am kommenden Montag, den 10. August 2026, entscheidet sich die mittelfristige Richtung des Titels: Das Management präsentiert die mit Spannung erwarteten Finanzzahlen für das zweite Quartal.
Positives EBITDAS im Blickpunkt
Für die Anleger steht bei der Präsentation im Grunde nur ein einziger Wert im Fokus. Die Konzernführung hatte versprochen, im vierten Quartal 2026 erstmals ein positives EBITDAS zu erzielen. Der anstehende Quartalsbericht muss nun unumstößlich beweisen, ob dieser Pfad operativ realistisch bleibt oder ob hoher Kapitalverbrauch und anhaltender Margendruck das ambitionierte Ziel erneut ins Wanken bringen.
Hoffnungsträger Großaufträge und Cash-Grooming
Das Lager der Bullen verweist auf die fundamentale Dynamik der letzten Monate. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 22 % auf 163,5 Millionen US-Dollar. Zudem punktete Plug Power zuletzt mit operativen Erfolgen: Der Konzern liefert PEM-Elektrolyseure für ein australisches Wasserstoff-Leuchtturmprojekt von Orica. Frisches Geld spülen außerdem Immobilienverkäufe an Stream US Data Centers in die Kassen – allein kurzfristig winkt ein Liquiditätsschub von 80 Millionen Dollar. Analysten sehen im Konsens ein Kursziel von 3,08 Euro.
Analysten erwarten schrumpfende Erlöse
Die Risiken bleiben dennoch immens. Die Aktie notiert meilenweit unter ihrem Jahreshoch von 3,72 Euro und verharrt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten. Wall-Street-Experten prognostizieren für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang um 3,6 % auf 167,74 Millionen Dollar sowie einen Verlust von 0,08 Dollar je Aktie. Sollten die Zahlen enttäuschen und das Wachstumsnarrativ kollabieren, droht der Erholungsversuch augenblicklich in sich zusammenzubrechen.
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