Der US-Wasserstoff-Spezialist Plug Power feiert einen gigantischen Erfolg in Down Under. Das Unternehmen liefert die moderne Elektrolyseur-Technologie für das bislang größte grüne Wasserstoffprojekt Australiens. Der Bergbau- und Sprengstoffriese Orica hat die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau eines gewaltigen 50-Megawatt-Hubs im Hunter Valley getroffen. Für Plug Power bedeutet dieser Auftrag einen echten strategischen Ritterschlag. Er beweist eindrucksvoll, dass die Amerikaner bei komplexen internationalen Großprojekten der Industrie ganz vorne mitspielen können.

Saubere Energie für den Industrie-Riesen

Die neue Anlage im australischen Newcastle soll bei voller Auslastung jährlich rund 4.700 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren. Damit lassen sich etwa 7,5 % des Erdgasbedarfs einer benachbarten Ammoniakfabrik einsparen. Umgerechnet ist das ein riesiger Gewinn für die Umwelt, der dem CO2-Ausstoß von etwa 26.500 Autos entspricht. Angeschoben wird das zukunftsweisende Projekt durch das staatliche Förderprogramm „Hydrogen Headstart“ mit umgerechnet stolzen 432 Millionen australischen Dollar. Orica entschied sich bewusst für Plugs PEM-Elektrolyseure der bewährten GenEco-Reihe, da die US-Firma eine starke Erfolgsbilanz bei solch komplexen Systemen vorweisen kann.

Die NASDAQ-Aktie schwächelt trotzdem

Obwohl dieser prestigeträchtige Auftrag die Marktpräsenz von Plug Power im asiatisch-pazifischen Raum massiv stärkt, reagierte die Börse völlig unerwartet. Zwar kletterte das Papier vorbörslich zunächst nach oben, rutschte dann jedoch im offiziellen NASDAQ-Handel deutlich ab. Am Ende des Tages stand ein Minus von 6,06 % und der Kurs krachte auf 2,48 US-Dollar herunter. Die Anleger scheinen aktuell trotz der guten Nachrichten vorsichtig zu bleiben.

Prall gefüllte Milliarden-Pipeline

Trotz des kurzfristigen Dämpfers an den Märkten läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Plug Power hat global bereits Elektrolyseur-Systeme mit mehr als 320 Megawatt Leistung auf sechs Kontinenten installiert. Die gesamte Projekt-Pipeline des Konzerns ist prall gefüllt und beläuft sich auf über acht Milliarden US-Dollar. Neben dem neuen Meilenstein in Australien betreiben die Amerikaner unter anderem in Portugal eine der größten Anlagen Europas.