Mehrere Analysten halten bei Plug Power trotz einzelner Meldungen an ihrer skeptischen Einschätzung fest. Susquehanna senkte jüngst spektakulär das Kursziel von 3,75 auf 2,50 US-Dollar. Morgan Stanley bewertet die Aktie weiterhin mit „Underweight“. Immerhin steigt die Plug-Power-Aktie am Dienstag um 6,15 % auf 2,00 Euro und erholt sich damit nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Wochen.
Liquidität organisiert!
Im Mittelpunkt der Kritik steht die Finanzierung. Nach Unternehmensangaben soll die Liquidität durch Verkäufe um 275 Millionen Dollar besser werden. Dabei kommt der Liquiditätseffekt von einer strategischen Infrastruktur-„Optimierung“. Es geht um einen Vertrag mit Stream Data Centers, bei dem Plug Power Strombezugsrechte und Energieinfrastruktur monetarisiert, die ursprünglich für eigene Wasserstoffprojekte vorgesehen waren. Der erste Schritt bringt mindestens 132,5 Millionen US-Dollar ein; zusammen mit weiteren Maßnahmen sollen daraus insgesamt rund 275 Millionen US-Dollar werden.
Gleichzeitig sehen Analysten weiterhin einen hohen Kapitalbedarf und schließen zusätzliche Kapitalmaßnahmen nicht aus. Diese Sorge belastet die Bewertung der Aktie seit Monaten.
Wirtschaftlich arbeitet das Unternehmen zudem weiter an der Kostenseite. Das Programm „Quantum Leap“ soll die Ausgaben senken und bis Ende 2026 ein positives EBITDA ermöglichen. Im ersten Quartal verbesserte sich außerdem die Bruttomarge deutlich. Diese Fortschritte reichen bislang jedoch nicht aus, um die Zweifel an einer dauerhaft profitablen Geschäftsentwicklung vollständig auszuräumen.
Neben den Finanzthemen entwickelt Plug Power zusätzliche Geschäftsfelder. Projekte im Bereich Wasserstoffversorgung für Rechenzentren sowie das Hunter Valley Hydrogen Hub in Australien liefern Impulse.
Die Börsen bleiben jedoch vorsichtig: Bis auf den heutigen Tag. 2,00 Euro sind ein erstes Wort! Chartanalysten dürften sich über diesen Fortschritt ausgesprochen freuen. Die erste Hürde ist wieder überschritten.
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