Während sich viele Diskussionen um Plug Power weiter an Verlusten und Kapitalbedarf festbeißen, verbessert sich das operative Geschäft spürbar. Genau darin liegt derzeit die zweite, deutlich konstruktivere Seite der Investmentstory. Die allerdings hat sich am Mittwoch kaum erholt von den Abschlägen zum Wochenbeginn. Mit dem kleinen Plus von 0,9 % kommt die Aktie auf ca. 2,61 Euro. Dennoch befindet sich der Titel formal (bezogen auf die Indikatoren GD100 und GD200) klar im technischen Aufwärtslauf. Zuletzt gab es dafür sogar noch wirtschaftliches Futter.
Plug Power: Viel besser geworden
Besonders wichtig war zuletzt der Großauftrag aus Kanada. Plug liefert ein 275-Megawatt-Elektrolyseursystem für das Courant-Projekt von Hy2gen in Québec. Dort soll künftig dekarbonisiertes Ammoniumnitrat produziert werden. Für Plug ist das weit mehr als ein einzelner Auftrag. Dies ist ist ein Beleg dafür, dass das Unternehmen im industriellen Maßstab wieder relevant wird.
Lange galt Plug als Beispiel dafür, wie schwer sich Wasserstoffunternehmen mit der Kommerzialisierung ihrer Technologie tun. Genau hier gab es zuletzt Fortschritte. Der Umsatz stieg 2025 um rund 13% auf etwa 710 Millionen US-Dollar. Noch wichtiger war allerdings die Margenentwicklung: Im vierten Quartal erzielte Plug erstmals seit langer Zeit wieder eine positive Bruttomarge von 2,4%, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein massiver negativer Wert von minus 122,5% stand.
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CEO José Luis Crespo versucht diesen Trend mit seinem Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap“ weiter zu beschleunigen. Produktionsstandorte werden verschlankt, Servicekosten reduziert und operative Abläufe vereinfacht.
Gleichzeitig sinken die Wasserstoffkosten durch eigene Produktionskapazitäten. Die Anlagen in Georgia, Louisiana und Tennessee reduzieren die Abhängigkeit von externen Lieferanten deutlich. Besonders Louisiana gewinnt an Bedeutung, weil dort die tägliche Verflüssigungskapazität weiter steigt.
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Desweiteren eröffnet sich ein potenziell neuer Milliardenmarkt. Plug positioniert sich zunehmend als Energielieferant für Rechenzentren. Durch den Boom rund um künstliche Intelligenz steigt der Strombedarf großer Datencenter massiv. Wasserstofflösungen könnten dort eine größere Rolle spielen.
Deshalb ist der Aktienmarkt wohl leicht euphorisch. Der Aufwärtstrend ist zumindest aus der Sicht von Chartanalysten beeindruckend.
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