Plug Power steht vor einer entscheidenden Woche. Am Donnerstag lädt die Wasserstofffirma zur Hauptversammlung – ein Termin, den viele Anleger mit Spannung erwarten. Die Aktie notiert bei 2,84 Euro und damit knapp über der 50-Tage-Linie von 2,75 Euro. Vom 52-Wochen-Tief bei 0,94 Euro ist sie rund 200 Prozent entfernt.

Gleichzeitig belasten die jüngsten Verluste: In den vergangenen sieben Tagen gab die Aktie um gut 16 Prozent nach. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 Prozent – keine Überraschung bei einem Titel, der auf eine operative Wende hofft.

Neues Geschäft mit KI-Rechenzentren

Das Management setzt zunehmend auf die Energiehunger der Tech-Branche. Konkret will Plug Power bis zu 250 Megawatt Wasserstoff an US-Rechenzentren liefern. Die künstliche Intelligenz braucht Strom – und Wasserstoff soll eine Lösung sein.

Der Elektrolyseur-Bereich wuchs im Vorjahresvergleich um 343 Prozent. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 auf 163,5 Millionen Dollar, ein Plus von 22 Prozent.

Schrittweise Besserung der Zahlen

Die Verluste schrumpfen. Die Bruttomarge verbesserte sich von minus 55 Prozent im Vorjahr auf minus 13 Prozent im ersten Quartal 2026. Das Management hält an seinem Ziel fest: Ab dem vierten Quartal 2026 soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) positiv sein.

Die Liquidität beträgt 802 Millionen Dollar, davon 223 Millionen in Barmitteln. Hinzu kommt ein Steuergutschriften-Verkauf über 39,2 Millionen Dollar.

Hauptversammlung mit Führungswechsel

Am Donnerstag um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnt das Aktionärstreffen. CEO Jose Luis Crespo will einen Überblick geben und Fragen beantworten. Zeitgleich scheidet Direktorin Kavita Mahtani aus dem Aufsichtsrat aus.

Analysten bewerten die Aktie neutral. Der RSI von 44 signalisiert weder Überkauft noch überverkauft. Ob Plug Power seine Profitabilitätsziele bis 2028 erreicht, dürfte das bestimmende Thema auf der HV sein.