Enttäuschend verlief der Freitagshandel für die amerikanische Aktie von Plug Power. 2,39 Euro standen am Ende auf den Kurszetteln. 2,17 % Verlust wurden an der Börse München erzielt. Die Aktie hat einen Marktwert von nur noch 3,32 Milliarden Euro. Dies ist zumindest ein herber Schlag für den laufenden Aufwärtstrend.

Der ist immer noch aktiv. Die Aktie hat allerdings nur noch einen Vorsprung von 8 Cent auf die 100-Tage-Linie. 21 Cent sind es auf den GD200. Damit ist die Aktie kurz davor, technisch auf den Prüfstand zu kommen. Analysten der technischen Analyse fragen sich, ob die Aktie jetzt in einen Abwärtstrend übergehen könnte.

Zur anderen Seite der Medaille: Das Ganze ist sicher nicht grundlos passiert. Bei Plug Power fragt man sich derzeit, ob nach den Zahlen zum ersten Quartal, als die Umsätze etwas über den Erwartungen lagen und sich die Margen verbesserten, die wirtschaftliche Hoffnung mittlerweile wieder in sich zusammengeschrumpft ist. Denn praktisch wird das Unternehmen im laufenden Jahr immer noch deutliche Verluste erzielen.

Das ist nicht besonders stark

Aktuell gehen die Schätzungen davon aus, dass bei einem möglichen Umsatz in Höhe von 700 Millionen Euro ein Nettoergebnis von minus 425 Millionen Euro erzielt wird. Im kommenden Jahr wird derzeit am Markt ein Umsatz in Höhe von 833 Millionen Euro erwartet. Das Nettoergebnis soll sich dann auf minus 205 Millionen Euro verbessern. Das ist zum einen zwar eine deutliche Verbesserung, zum anderen allerdings auch immer noch ein Minuswert.

Sehr neue Nachrichten gab es in der vergangenen Woche nicht. Das spricht allerdings auch nicht dafür, dass die Aktie besonders stabil wäre. Denn insgesamt wird derzeit viel Kapital aus den Wasserstoffmärkten wieder abgezogen. Dies gilt nicht nur für den Wasserstoffbereich, sondern insgesamt für die Energiemärkte.

Warum? Die Idee, dass der Iran-Konflikt oder Krieg – je nachdem, wie man es nennen möchte – die Energiepreise massiv nach oben schießen lassen würde, hat zuletzt nicht mehr allzu weit getragen. Jetzt steht der Konflikt zumindest vor einer möglichen Lösung. Dies haben die Börsen in den vergangenen Tagen schon wieder zurückgenommen und insgesamt die Wasserstoffbranche erneut nach unten geschickt. Jetzt wird relativ viel Luft aus dem Markt gelassen.

Die Aktie könnte aus wirtschaftlicher Sicht noch deutlich weiter fallen, weil eben, wie gesagt, weiterhin Verluste produziert werden. Auf der anderen Seite sind Analysten noch immer der Meinung, dass die Aktie rund 31 % mehr wert sei als aktuell. So jedenfalls lautet das durchschnittliche Kursziel.