Im ersten Halbjahr 2026 steigerte Plug Power den Umsatz um 11 % auf 341,8 Millionen Dollar. Einen wachsenden Beitrag lieferten Elektrolyseure mit 54,1 Millionen Dollar Umsatz. Neue Projekte umfassen eine Anlage mit 50 Megawatt in Australien und weitere 30 Megawatt in Großbritannien. An der Börse reicht das bislang nicht für eine Erholung. Plug Power geht mit rund 1,81 Euro in die neue Woche. Der Abstand zum 100-Tage-Durchschnitt beträgt etwa 21 %, womit die Aktie charttechnisch klar im Abwärtstrend bleibt. Neue Unternehmensnachrichten, die den Kurs zum Wochenauftakt bewegen könnten, kamen zuletzt nicht hinzu.
Die Amerikaner brauchen neue Aufträge
Für das Elektrolyseurgeschäft sind die neuen Aufträge vor allem wegen ihrer internationalen Verteilung interessant. Plug Power baut damit seine Projektbasis außerhalb des US-Heimatmarktes aus. Allerdings zeigt das gestrichene 100-Megawatt-Projekt in Antwerpen, dass sich nicht jedes angekündigte Großprojekt bis zur Umsetzung entwickelt. Das weggefallene Volumen ist größer als die beiden neuen Projekte in Australien und Großbritannien zusammen.
Finanziell bleibt deshalb die Entwicklung des Mittelabflusses wichtig. Plug Power hat seinen Cashverbrauch zuletzt reduziert und damit seine finanzielle Reichweite verlängert. Auch die Bruttomarge näherte sich der Gewinnschwelle. Das Management hob zudem seine Prognose für das Umsatzwachstum an und begründete dies mit steigenden Elektrolyseur-Lieferungen und der verbesserten Marge.
Der bisherige Verlust ist allerdings weiterhin erheblich. Im ersten Halbjahr summierte sich das Minus unter dem Strich auf 433,5 Millionen Dollar. Damit übertraf der Nettoverlust sogar den Halbjahresumsatz von 341,8 Millionen Dollar um rund 92 Millionen Dollar. Die Verbesserung beim Cashverbrauch und bei der Bruttomarge muss sich deshalb noch stärker in der Ergebnisrechnung niederschlagen.
Auch die bisherige Kursentwicklung zeigt, dass Plug Power von der besseren Stimmung für Wasserstoffwerte nur begrenzt profitiert hat. Während der Wasserstoffsektor seit Jahresbeginn um 37,5 % zulegte, kam Plug Power im betrachteten Zeitraum lediglich auf 10,1 %. Die kurzfristigen Kursbewegungen blieben zudem ausgeprägt; für die annualisierte 30-Tage-Volatilität wurden zuletzt 53 % ermittelt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit könnte der gesamte Bereich durch die Entwicklung an den Energiemärkten erhalten. Für Plug Power wäre ein neuer Investitionsschub bei Wasserstoff und alternativer Energie besonders relevant, weil das Unternehmen mit seinen Elektrolyseuren unmittelbar auf zusätzliche Projekte angewiesen ist. Der Abstand von 21 % zum 100-Tage-Durchschnitt zeigt jedoch, wie viel Kursstrecke zunächst aufgeholt werden müsste, bevor sich das technische Bild merklich verbessert.
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