Wasserstoff als Stromquelle für KI-Rechenzentren — das ist die These, auf die Plug Power gerade alles setzt. Das Unternehmen hat erste konkrete Schritte unternommen, und die Finanzkennzahlen zeigen echte Fortschritte. Skeptiker wie CNBC-Moderator Jim Cramer bleiben dennoch unbeeindruckt.
Die Datencenter-Strategie
Der Markt, den Plug Power im Visier hat, ist gewaltig. Bis 2030 soll der Anteil von Rechenzentren am US-Stromverbrauch von 4,3 Prozent auf 11,7 Prozent steigen — mit geschätzten Investitionen von bis zu 7 Billionen Dollar weltweit. Plug Power positioniert sich als Lieferant von Wasserstoff-Brennstoffzellen, die Rechenzentren unabhängig vom lokalen Stromnetz betreiben sollen, besonders in abgelegenen Standorten.
Konkret hat das Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung mit einem nicht genannten US-Rechenzentrumsentwickler unterzeichnet. Geplant ist, Stromrechte in New York und einem weiteren US-Standort zu monetarisieren und Brennstoffzellensysteme für Backup- und Hilfsleistungen einzusetzen. Zusätzlich bewirbt sich Plug Power um eine Lieferung von bis zu 250 Megawatt Wasserstoffstrom im Rahmen einer möglichen PJM-Interconnection-Auktion — mit Mindestlaufzeiten von sieben Jahren.
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Fortschritte beim Kostenabbau
Unter dem internen Programm „Project Quantum Leap“ hat Plug Power 2025 über 700 Millionen Dollar Umsatz erzielt und erstmals seit langer Zeit eine positive Bruttomarge im vierten Quartal ausgewiesen. Der operative Mittelabfluss sank von 728,6 Millionen Dollar im Jahr 2024 auf 535,8 Millionen Dollar — ein Rückgang von mehr als 26 Prozent. Das Programm zielt auf jährliche Kosteneinsparungen von 150 bis 200 Millionen Dollar durch Stellenabbau, Standortkonsolidierungen und Preisanpassungen.
CEO Jose Luis Crespo hat einen klaren Zeitplan formuliert: positives EBITDA bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis 2027, vollständige Profitabilität 2028.
Skepsis bleibt berechtigt
Jim Cramer fasste die Gegenposition am Montag knapp zusammen: Das Unternehmen „hätte längst Geld verdienen müssen.“ Eine Einschätzung, die nicht ohne Grundlage ist. Rund 24 Prozent des Streubesitzes waren zuletzt leerverkauft — ein Zeichen, dass viele Marktteilnehmer die Turnaround-Story anzweifeln.
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Strukturell belastet bleibt die massive Verwässerung: Die Aktienanzahl stieg in den vergangenen zwölf Monaten um rund 50 Prozent. Das erschwert es Investoren, selbst bei operativen Verbesserungen tatsächlich zu profitieren.
Hinzu kommt Wettbewerb durch alternative Technologien wie kleine modulare Kernreaktoren, die im Datencenter-Markt bereits deutlich mehr konkrete Verträge vorweisen können als Plug Power. Susquehanna hob das Kursziel zwar leicht auf 2,75 Dollar an, blieb aber bei „Neutral“ — der Konsens der Wall Street liegt bei „Hold“ mit einem mittleren Kursziel von 3,03 Dollar.
Die nächsten Quartalszahlen sind für Mai 2026 geplant und werden zeigen, ob das Unternehmen auf dem Weg zum EBITDAS-Ziel für das vierte Quartal 2026 tatsächlich auf Kurs liegt.
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