Plug Power notiert noch immer bei 2,49 Euro, nachdem die Amerikaner am Freitag rund 0,4 % nachgaben. Die Aktie changiert zwischen 2,40 und 2,50 Euro. Die Börsen kommen nicht mehr ganz an die guten Daten einige Wochen vorher heran.

Plug Power: Die Sanierung soll laufen

Zur Erinnerung: Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des laufenden Sanierungsprogramms. Im ersten Quartal 2026 erhöhte Plug Power den Umsatz nach Unternehmensangaben um 22 % auf 163,5 Millionen US-Dollar. Noch wichtiger für Investoren ist die Entwicklung der Bruttomarge. Diese verbesserte sich von minus 55 % auf minus 13 %.

Damit rückt eine Kennzahl in den Vordergrund, die bei Plug Power über Jahre problematisch war. Hohe Umsätze führten in der Vergangenheit regelmäßig nicht zu einer Verbesserung der Ertragslage. Die nun vorgelegten Margendaten zeigen erstmals eine deutliche Annäherung an einen wirtschaftlich tragfähigeren Betrieb.

Dabei arbeitet das Unternehmen an der Verringerung seines Kapitalbedarfs. Eine wichtige Nachricht war zuletzt die Nutzung von Steuergutschriften aus der Anlage in Louisiana. Rund 39 Millionen US-Dollar flossen dadurch in die Kasse. Das Besondere daran: Die Liquidität wurde ohne die Ausgabe neuer Aktien gestärkt.

Zusätzliche Bedeutung erhält diese Entwicklung durch die Finanzstruktur des Unternehmens. Für 2026 erwarten Analysten eine Nettoverschuldung von 813 Millionen US-Dollar. Für 2027 wird sogar ein leichter Anstieg auf 823 Millionen US-Dollar prognostiziert. Die Fähigkeit zur Eigenfinanzierung bleibt damit ein zentrales Thema.

Tatsächlich meldete Plug Power in den vergangenen Wochen mehrere Projektfortschritte. Dazu gehören vor wenigen Wochen die finale Investitionsentscheidung für das grüne Wasserstoffprojekt in Barrow sowie Liefervereinbarungen für PEM-Elektrolyseure. Hinzu kommt ein Designauftrag für ein 275-Megawatt-Elektrolysesystem, der Anfang April bekannt wurde.

Diese Nachrichten erklären auch die starke Kursentwicklung der vergangenen Monate. Auf Sicht von drei Monaten legte die Aktie 20,62 % zu. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus sogar 48,81 %. Die Börse bewertet derzeit vor allem die wirtschaftliche Verbesserung und weniger die aktuellen Verluste. Aber: Die Analysten-Schätzungen sehen derzeit Chancen, kommen aber nicht an der schwachen Stimmung für die Wasserstoff-Branche vorbei!