Plug Power Aktie: Millionendeal stärkt Bilanz

Plug Power verkauft Vermögenswerte für über 130 Millionen US-Dollar, um die Liquidität zu sichern, während eine Sammelklage und operative Fortschritte das Bild prägen.

Plug Power Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf von Anlage bringt mindestens 132,5 Millionen Dollar
  • Sammelklage wegen Darstellung von Kreditgarantien
  • Positive Bruttomarge im letzten Quartal erreicht
  • Finanzierung bis Ende 2026 als gesichert angesehen

Der Wasserstoff-Spezialist Plug Power steht aktuell zwischen zwei Extremen. Während das operative Geschäft mit Rekordumsätzen im Elektrolyseur-Segment glänzt, droht von juristischer Seite Ungemach durch eine laufende Sammelklage. Gleichzeitig versucht das Management, mit einem umfangreichen Anlagenverkauf die angespannte Kasse aufzubessern.

Operativer Aufwind trifft Klagerisiko

Morgen, am 3. April, läuft für Investoren die Frist ab, sich als Hauptkläger in einer Sammelklage gegen das Unternehmen zu registrieren. Der Vorwurf der Kläger lautet, das Management habe die Aussichten auf eine Kreditgarantie des US-Energieministeriums in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar zu optimistisch dargestellt.

Allerdings zeigt das operative Geschäft parallel dazu deutliche Verbesserungen. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Umsatz mit 225,22 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Wall Street. Besonders erfreulich für Anleger ist die Entwicklung der Bruttomarge, die mit 2,4 Prozent wieder im positiven Bereich liegt – ein klarer Fortschritt gegenüber dem Vorjahreswert von minus 122,5 Prozent. Auch das Gesamtjahr schloss das Elektrolyseur-Segment mit einem Rekordumsatz von 188 Millionen US-Dollar ab.

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Anlagenverkauf sichert den Fortbestand

Um die Bilanz zu stärken und den operativen Betrieb abzusichern, trennt sich der Konzern nun von Vermögenswerten. Der Verkauf des Project-Gateway-Standorts an Stream Data Centers soll bis Ende Juni 2026 Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen.

Dieser Schritt ist Teil eines größeren Plans, der die Liquidität um insgesamt über 275 Millionen US-Dollar verbessern soll. Mit den Anfang März gemeldeten frei verfügbaren Barmitteln von rund 368,5 Millionen US-Dollar sieht sich das Management nun gut gerüstet. Die Finanzierung des laufenden Betriebs bis Ende 2026 gilt als gesichert, ohne dass Aktionäre eine Verwässerung durch die Ausgabe neuer Aktien fürchten müssen.

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Die Fortschritte spiegeln sich auch in den Einschätzungen der Experten wider. Wells Fargo hob das Kursziel kürzlich von 1,50 auf 2,00 US-Dollar an, belässt die Einstufung jedoch auf „Equal Weight“. An der Börse notierte das Papier gestern bei 1,95 Euro und bewegt sich damit aktuell rund sechs Prozent über der wichtigen 50-Tage-Linie.

Trotz der operativen Erfolge bleiben Herausforderungen bestehen. Zölle auf chinesische Bauteile und europäische Elektrolyseure setzen die Lieferkette unter Druck und treiben die Kosten in die Höhe. Das erklärte Ziel, bis Ende 2026 ein positives EBITDA zu erwirtschaften, erfordert eine reibungslose Umsetzung der Kostensenkungsprogramme und eine erfolgreiche Verlagerung auf heimische Zulieferer.

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