Plug Power hat im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren eine positive Bruttomarge erzielt — ein symbolisch wichtiger Meilenstein für das Wasserstoffunternehmen, das Anleger lange mit Verlusten und Cashflow-Problemen enttäuscht hat. Passend dazu schickt das Unternehmen diese Woche sein Führungsteam gleichzeitig nach Europa und Washington, um institutionelle Investoren von der Turnaround-Story zu überzeugen.
Ein Meilenstein mit Einschränkungen
Das vierte Quartal 2025 markiert einen klaren Wendepunkt: Plug Power erzielte einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — eine Bruttomarge von 2,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag diese noch bei minus 122,5 Prozent. Der Jahresumsatz 2025 stieg um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar.
Hinter dieser Verbesserung steckt das interne Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap“: Stellenabbau, Standortkonsolidierung, Preiserhöhungen bei bestimmten Produkten und eine Reduzierung des Working Capital. Zudem verkaufte Plug Power seinen New Yorker Standort „Project Gateway“ für 132,5 Millionen Dollar an Stream Data Centers — der erste Teil eines 275-Millionen-Dollar-Programms zur Optimierung der Infrastruktur.
Trotzdem bleibt der operative Cashburn erheblich: 2025 verbrauchte das Unternehmen mehr als 535 Millionen Dollar aus dem laufenden Betrieb. Die Bruttomarge ist positiv, die Profitabilität noch weit entfernt.
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Roadshow mit Signalwirkung
CFO Paul Middleton tourt bis Mittwoch durch London, Stockholm und Paris — organisiert von Redburn Atlantic und Rothschild & Co. Gleichzeitig tritt der neue CEO Jose Luis Crespo, der sein Amt erst am 2. März 2026 angetreten hat, auf der J.P. Morgan Industrials Conference in Washington auf.
Crespo bringt mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in Wasserstoff und Brennstoffzellen mit und kennt den europäischen Markt aus seiner Zeit als President und Chief Revenue Officer bei Plug. Dass er die Europatour seinem CFO überlässt und selbst nach Washington geht, unterstreicht die strategische Bedeutung beider Märkte.
Die Aktie reagierte heute mit einem Plus von rund 6,5 Prozent auf die Ankündigungen — liegt damit aber noch immer mehr als 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
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Ambitionierter Fahrplan
Plug Power hat klare Finanzziele kommuniziert: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Die kommerzielle Pipeline wird mit über 8 Milliarden Dollar beziffert, mehr als 74.000 Brennstoffzellensysteme sind weltweit im Einsatz.
Bemerkenswert ist zudem der Plan, bis zu 250 Megawatt Wasserstoffstrom in einer Auktion des PJM-Stromnetzes anzubieten — dem größten Stromnetz der USA. Wasserstoff als steuerbare Energiequelle für KI-getriebene Rechenzentren zu positionieren, ist ein neues Narrativ, das das Unternehmen bisher kaum bedient hat.
Allerdings lohnt ein Blick auf die Geschichte: Plug Power prognostiziert positive EBITDAS-Werte seit mehr als einem Jahrzehnt. Der aktuelle Fahrplan ist also kein Novum — und das Risiko bleibt real.
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