Plug Power geht mit einer offenen Baustelle in den Juni: Der Verkauf des Project-Gateway-Standorts soll dringend Liquidität bringen. Mit Stream Data Centers steht eine verbindliche Vereinbarung über Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen Dollar und bis zu 142 Millionen Dollar. Der Stichtag ist der 30. Juni.
Der Deal ist mehr als ein normaler Asset-Verkauf. Er ist ein Test, ob Plug Power seine angekündigte Liquiditätsstrategie in echtes Geld verwandeln kann.
Warum der Verkauf zählt
Plug verkauft seinen Anteil am Project-Gateway-Standort in New York. Dazu gehören Grundstück, Infrastruktur, ausgewählte Anlagen rund um ein Umspannwerk und bestimmte Vertragsrechte.
Der Abschluss hängt an mehreren Bedingungen. Plug muss unter anderem einen versicherbaren Eigentumstitel liefern, Genehmigungen übertragen und Umweltauflagen erfüllen. Außerdem braucht Stream Data Centers einen bindenden Mietvertrag mit einem Nutzer der Immobilie.
Wenn der Abschluss bis zum Stichtag nicht gelingt, kann jede Seite den Vertrag beenden. Genau deshalb rückt der Deal jetzt so stark in den Vordergrund.
Plug Power will mit der breiteren Infrastruktur-Initiative mehr als 275 Millionen Dollar an Liquiditätseffekten erzielen. Geplant sind Asset-Verkäufe, freiwerdende gebundene Mittel und niedrigere Wartungskosten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Rund 50 Millionen Dollar gebundene Liquidität sollen pro Quartal freiwerden. Für steuerliche Gutschriften aus dem Joint Venture in St. Gabriel peilte Plug außerdem 39,2 Millionen Dollar an. Der Zeitplan bleibt damit eng.
Operativ gibt es Fortschritte
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Wachstum kam aus dem Geschäft mit Flurförderzeugen und Elektrolyseuren. Das zeigt: Die Nachfrage ist nicht das zentrale Problem.
Die GAAP-Bruttomarge verbesserte sich auf minus 13 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag sie bei minus 55 Prozent. Plug profitiert hier von höheren Umsätzen, Kostensenkungen und effizienterer Brennstoffbeschaffung.
In der Gesamtmarge entsprach das einer Verbesserung von 71 Prozent. Die Margenquote legte um 42 Prozentpunkte zu. Das Ziel bleibt klar: Zum Jahresende will Plug beim EBITDAS positiv werden.
Die Aktie notiert am Dienstag bei 3,37 Euro und liegt in 30 Tagen 26,18 Prozent vorn. Seit Jahresanfang summiert sich der Anstieg auf 77,52 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Bloom zeigt den Kontrast
Der Vergleich mit Bloom Energy macht die Lage schärfer. Beide Unternehmen hängen am Wasserstoff- und Brennstoffzellenmarkt, setzen aber auf sehr unterschiedliche Modelle.
Plug Power will die gesamte Wasserstoffkette abdecken. Das reicht von Produktion und Verflüssigung bis zu Tankstellen für Lagerflotten. Bloom Energy verkauft dagegen stärker fokussierte Energiesysteme und liefert bereits klarere Profitabilität.
Bloom hat seinen Umsatz in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Im letzten Quartal meldete der Rivale ein Umsatzplus von 130 Prozent und eine Bruttomarge von 30 Prozent. Operativ verdiente Bloom 72 Millionen Dollar und erwirtschaftete freien Cashflow.
Die Bewertung spiegelt diesen Unterschied. Bloom Energy kommt auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 13,37. Plug Power liegt bei 3,77. Der niedrigere Multiplikator zeigt weniger Euphorie, aber auch mehr offene Baustellen.
Ein Belastungsfaktor bleibt die Verwässerung. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 50 Prozent gestiegen. Zusammen mit anhaltenden Nettoverlusten bremst das die langfristige Neubewertung.
Der nächste konkrete Prüfpunkt ist der Project-Gateway-Verkauf. Schließt Plug Power die Transaktion bis zum 30. Juni ab, stärkt das die Kasse und die Glaubwürdigkeit der Asset-Strategie. Scheitert der Zeitplan, rückt die Liquiditätsfrage sofort wieder nach vorn.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 2. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


