Operativer Fortschritt auf der einen Seite, wachsender Rechtsdruck auf der anderen: Plug Power kämpft derzeit an zwei Fronten gleichzeitig. Nur wenige Wochen nach der ersten positiven Quartalsbruttomargin der Unternehmensgeschichte häufen sich die Klagen wegen Wertpapierbetrugs — und der Kern der Vorwürfe ist der milliardenschwere DOE-Kredit.
Was die Kläger vorwerfen
Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP hat am 25. März 2026 eine Sammelklage beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Distrikt New York eingereicht. Betroffen sind alle Anleger, die zwischen dem 17. Januar 2025 und dem 13. November 2025 Plug-Power-Aktien erworben haben.
Im Mittelpunkt steht der 1,66 Milliarden US-Dollar schwere Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE), den Plug Power im Januar 2025 in den letzten Amtstagen der Biden-Regierung verkündete. Das Geld sollte den Bau von bis zu sechs Wasserstoffproduktionsanlagen finanzieren. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, diese Mittel auch zu erhalten und die Anlagen tatsächlich zu bauen, systematisch übertrieben zu haben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Die Ereignisse, die laut Klage zu Anlegerverlusten führten, zogen sich über mehrere Wochen hin. Im Oktober 2025 gab Plug Power den geplanten CEO-Wechsel bekannt — Andrew Marsh würde abgelöst, Sanjay Shrestha als Präsident zurücktreten. Die Aktie verlor daraufhin rund 6,3 Prozent. Den schwereren Schlag brachte der November: Am 10. November teilte das Unternehmen mit, die Aktivitäten im Rahmen des DOE-Kreditprogramms ausgesetzt zu haben. Drei Tage später berichtete der Washington Examiner über die Konsequenzen — der gesamte Kreditrahmen stehe auf dem Spiel. Die Aktie brach daraufhin um 17,6 Prozent ein.
Mittlerweile haben mehrere Kanzleien — darunter Pomerantz sowie Faruqi & Faruqi — eigene Investorenhinweise veröffentlicht, alle mit Blick auf dieselbe Frist: Bis zum 3. April 2026 können Anleger beim Gericht beantragen, die Klage als Hauptkläger zu führen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Operativer Turnaround bleibt real
Unabhängig vom Rechtsstreit hat Plug Power zuletzt tatsächlich Fortschritte gezeigt. Der Jahresumsatz 2025 stieg um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen US-Dollar. Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen erstmals einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar — nach einem Bruttomargenverlust von minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Parallel dazu positioniert sich Plug Power neu: Das Unternehmen plant, bis zu 250 Megawatt Wasserstoffstrom im Rahmen einer Sonderauktion des US-Stromnetzbetreibers PJM Interconnection anzubieten. Zudem wurde eine Vereinbarung angekündigt, die über Asset-Monetarisierung mehr als 275 Millionen US-Dollar einbringen soll — verknüpft mit dem Aufbau eines großen US-Rechenzentrums. Die erste von drei Tranchen wurde im Februar 2026 unterzeichnet und soll innerhalb der nächsten sechs Wochen abgeschlossen werden.
Das Management peilt positives EBITDAS im vierten Quartal 2026 an, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Ob die Klage diese Zeitplanung beeinflusst, wird sich spätestens nach dem 3. April zeigen — wenn klar ist, wer die Sammelklage anführt und wie koordiniert der juristische Druck wird.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


