Der neue Plug-Power-Chef Jose Luis Crespo wagt sich aus der Deckung. Wenige Tage nach der Bekanntgabe eines der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte stellt er sich den ungefilterten Fragen der Privatanleger. Während auf der operativen Seite erste Erfolge sichtbar werden, werfen massive Aktienverwässerungen und juristische Probleme dunkle Schatten auf den Wasserstoff-Spezialisten.
Großauftrag trifft auf Profitabilitätsplan
Am kommenden Donnerstag wird Crespo in einer Live-Sitzung auf der Plattform Reddit Rede und Antwort stehen. Der Zeitpunkt für diesen direkten Austausch ist bewusst gewählt. Erst kürzlich sicherte sich das Unternehmen den Zuschlag für ein 275-Megawatt-Elektrolyseursystem für das kanadische „Courant“-Projekt von Hy2gen. Dieser Deal unterstreicht die Ambitionen, eine führende Rolle beim Aufbau einer globalen Wasserstoff-Infrastruktur einzunehmen.
Auch finanziell gibt es erste Lichtblicke. Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern mit 5,5 Millionen US-Dollar erstmals einen positiven Bruttogewinn – eine drastische Verbesserung gegenüber der negativen Marge von über 120 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Management peilt nun ein positives EBITDA bis Ende 2026 an. Begleitet wird dieser Plan von strikten Kostensenkungen und dem Verkauf von Vermögenswerten. Allein die Veräußerung des Project Gateway an Stream Data Centers soll mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen.
Verwässerung bremst die Euphorie
Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die Skepsis am Markt groß. Die Aussetzung des 1,66 Milliarden US-Dollar schweren Darlehensprogramms des US-Energieministeriums Ende 2025 zog mehrere Sammelklagen nach sich. Zudem stieg die Anzahl der ausstehenden Aktien in den vergangenen zwölf Monaten um rund 50 Prozent. Diese massive Verwässerung belastet den langfristigen Unternehmenswert spürbar, auch wenn der Kurs auf Wochensicht zuletzt um gut 12 Prozent auf 2,35 Euro zulegen konnte.
Bei der anstehenden Reddit-Runde werden Anleger daher konkrete Antworten einfordern. Im Zentrum steht dabei der Zeitplan für die geplanten Vermögensverkäufe in Höhe von insgesamt 275 Millionen US-Dollar, die noch im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden sollen. Crespos Aussagen zu diesen Liquiditätsmaßnahmen und dem Umgang mit den laufenden Klagen werden maßgeblich bestimmen, ob der Markt dem neuen Profitabilitätsplan Vertrauen schenkt.
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