Plug Power-Aktie: Trotz allem – Super-Meldung!

Plug Power erhält 44 Mio. Dollar Förderung und grünes Licht für Australien-Projekt, die Aktie verliert dennoch deutlich an Wert.

Plug Power Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Wöchentlicher Kursverlust von über 18 Prozent
  • Bundesmittel in Höhe von 44 Mio. Dollar gesichert
  • Grünes Licht für Wasserstoffprojekt in Australien
  • Analysten erwarten weiterhin Nettoverluste bis 2027

Die US-Wasserstoffaktie Plug Power gehörte am Freitag nun zu den absoluten Verlierern. Die Aktie notierte mit dem Ende des Handels nach einer insgesamt damit sehr schwachen Woche bei 2,76 Euro und verlor alleine an diesem Handelstag 11,47 %. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 18,33 %, obwohl das Unternehmen zuletzt mehrere wirtschaftliche Fortschritte und neue Finanzierungsbausteine gemeldet hat.

Besonders auffällig ist die Kursreaktion auf die jüngsten Unternehmensmeldungen. Erst Anfang Juni teilte Plug Power mit, dass die Gesellschaft ihre Liquidität durch Bundesmittel in Höhe von 44 Millionen US-Dollar aus Investitionssteuergutschriften stärkt. Gleichzeitig erhielt das Unternehmen Ende Mai die endgültige Investitionsentscheidung für das 30-Megawatt-Projekt für grünen Wasserstoff im australischen Barrow. Beide Nachrichten hätten unter normalen Marktbedingungen als Unterstützung für die Aktie gelten können.

Plug Power: Die Verhältnisse sind derzeit deutlich anders

Die Börse bewertet derzeit jedoch andere Faktoren höher. Im Fokus steht die anhaltende Verlustsituation. Für 2026 rechnen Analysten weiterhin mit einem Nettoverlust von 492 Millionen US-Dollar. Erst 2027 soll sich der Fehlbetrag auf 237 Millionen US-Dollar reduzieren. Ein nachhaltiger Gewinn wird damit auch in den aktuellen Konsensschätzungen noch nicht erwartet. Selbst für 2027 sind die schwarzen Zahlen bei weitem noch nicht wahrzunehmen.

Hinzu kommt, dass mehrere Analysten ihre Erwartungen zuletzt angepasst haben. UBS erhöhte zwar Mitte Mai das Kursziel von 1,75 auf 4 US-Dollar, beließ die Einstufung jedoch auf Neutral. RBC verwies auf Umsatzwachstum und Margenverbesserungen als entscheidende Faktoren für den Weg zur Profitabilität. Aber immerhin: B. Riley erhöhte das Kursziel von 3 auf 5 US-Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Demgegenüber stufte TD Cowen die Aktie bereits Anfang des Jahres von Kaufen auf Halten herab und reduzierte das Kursziel von 4 auf 2 US-Dollar.

Die Kursentwicklung zeigt die Unsicherheit deutlich. Während die Aktie auf Drei-Monats-Sicht noch immer um 39,46 % gestiegen ist, liegt sie im laufenden Monat bereits 18,33 % im Minus. Formal ist die Aktie mit einer Distanz von weit über 25 % ggb. den wichtigsten Trend-Indikationen wie dem GD200 noch klar im Aufwärtstrend. Dieser Trend ist damit immerhin noch nicht unmittelbar in Gefahr.

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Über Mirko Hennecke 2201 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.