Plug Power Aktie: Verwässerungsrisiko bleibt real

Plug Power verzeichnet erstmals positive Bruttomarge, steht aber weiterhin unter Liquiditätsdruck. Analysten bewerten die Aktie konträr, während eine Kapitalerhöhung Verwässerungsrisiken birgt.

Plug Power Aktie
Kurz & knapp:
  • Gegensätzliche Kursziele von Susquehanna und Jefferies
  • Erstmals positive Bruttomarge im vierten Quartal
  • Liquidität durch Grundstücksverkauf gestärkt
  • Verdopplung der Aktienanzahl erhöht Verwässerungsrisiko

Zwei Analysten, zwei gegensätzliche Signale — und eine Aktie, die seit Jahresbeginn rund 24 Prozent zugelegt hat. Plug Power nähert sich den Q1-Zahlen mit neuem Schwung, aber alten Problemen.

Analysten uneins über den Kurs

Susquehanna-Analyst Charles Minervino hob sein Kursziel auf 2,75 Dollar an, von zuvor 2,50 Dollar, und bleibt bei „Neutral“. Die Anpassung erfolgte im Rahmen eines breiteren Sektor-Updates vor der Berichtssaison.

Jefferies zieht die entgegengesetzte Richtung: Das Kursziel sinkt auf 1,80 Dollar, von 2,00 Dollar. Die Begründung ist deutlich skeptischer — das Haus bezeichnet den Weg zur Profitabilität als „Show-me-Story“ und zweifelt an der Umsetzungsdisziplin unter dem neuen Management. CEO Jose Luis Crespo übernahm die Führung erst am 2. März 2026.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Margen verbessert, Kasse unter Druck

Operativ gibt es echte Fortschritte. Die Bruttomarge drehte im vierten Quartal 2025 erstmals ins Positive — auf plus 2,4 Prozent, nach minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Kostensenkungen. Das Management peilt positives EBITDA im vierten Quartal 2026 an, vollständige Profitabilität bis Ende 2028.

Das Liquiditätsproblem bleibt trotzdem real. Der operative Cashflow lag 2025 bei minus 535,8 Millionen Dollar. Um die Runway zu verlängern, verkauft Plug Power das Grundstück „Project Gateway“ in New York an Stream Data Centers — für mindestens 132,5 Millionen Dollar. Der Deal ist Teil einer umfassenderen Infrastrukturinitiative mit einem Gesamtvolumen von 275 Millionen Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Verwässerung als Dauerthema

Was Aktionäre besonders beschäftigen dürfte: Im Februar 2026 stimmten die Anteilseigner einer Verdoppelung der genehmigten Stammaktien zu — von 1,5 auf 3 Milliarden. Das schafft Spielraum für künftige Kapitalmaßnahmen, aber auch erhebliches Verwässerungspotenzial. Tudor Investment Corp reduzierte seine Position im letzten Quartal um 63,6 Prozent — ein Signal, das institutionelle Skepsis widerspiegelt.

Die Aktie notiert aktuell bei 2,36 Euro und liegt damit deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten, aber noch rund 33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Die Q1-Ergebnisse werden zeigen, ob die Margenverbesserung Bestand hat — und ob Crespos erstes volles Quartal als CEO die Skeptiker bei Jefferies überzeugen kann.

Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:

Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Plug Power

Plug Power Jahresrendite