Jahrelang kaufte Plug Power teuren Wasserstoff ein und verkaufte ihn mit Verlust. Diese Zeiten sollen enden. Der Brennstoffzellen-Spezialist stellt seine Produktion komplett um und peilt bis 2028 die volle Profitabilität an. An der Börse honoriert man diesen Kurswechsel mit starken Käufen.
Die Aktie legte allein im vergangenen Monat um gut 45 Prozent zu und schloss am Freitag bei 2,85 Euro. Auf Jahressicht steht sogar ein deutliches Plus von rund 280 Prozent auf der Anzeigetafel. Damit hat sich der Kurs weit von seinen Tiefstständen gelöst.
Eigene Produktion statt teurem Zukauf
Im Zentrum der neuen Strategie steht das Projekt „Quantum Leap“. Das Unternehmen produziert seinen Wasserstoff nun selbst. In Georgia, Tennessee und Louisiana laufen bereits Anlagen. Sie liefern täglich 40 Tonnen des Gases. Dieser Schritt bildet das Fundament für die mittelfristigen Finanzziele.
Bis Ende 2027 will das Management ein positives operatives Ergebnis erzielen. Parallel dazu stärkt Plug Power seine Liquidität. Der Verkauf des „Project Gateway“-Standorts spült mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kasse. Insgesamt plant das Unternehmen, mehr als 275 Millionen US-Dollar an frischen Mitteln zu generieren.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand mit stabilen Umsätzen auf Vorjahresniveau. Rund 80 Prozent der erwarteten Erlöse sind bereits vertraglich gesichert. Die GenEco-Elektrolyseure generierten zuletzt Jahresumsätze im dreistelligen Millionenbereich. Weltweit hat das Unternehmen bereits Anlagen mit einer Kapazität von über 300 Megawatt ausgeliefert.
Zölle bremsen, Analysten zweifeln
Reibungslos verläuft der Umbau allerdings nicht. Neue Zölle von 20 Prozent auf chinesische Bauteile und europäische Elektrolyseure belasten die Lieferkette. Das Management rechnet hier mit kurzfristigem Gegenwind. Das Unternehmen versucht nun, verstärkt auf heimische Zulieferer auszuweichen.
Die Wall Street reagiert verhalten auf die jüngste Rally. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt die Aktie lediglich zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,71 US-Dollar. Die Gewinnschätzungen pro Aktie sind im letzten Monat sogar leicht gesunken.
Am 13. Mai 2026 präsentiert Plug Power die Zahlen für das erste Quartal. Dann muss das Management belegen, dass die operative Wende greift und die Margen tatsächlich steigen. Hält die Unterstützung am 50-Tage-Durchschnitt bei 2,00 Euro, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Fällt der Bericht schwach aus, droht ein schneller Test dieser Marke.
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