Der Cuxhavener Windpark-Entwickler läuft 2025 zur Hochform auf. Nach einer deutlichen EBITDA-Steigerung im Vorjahr um fast 73 Prozent auf 69,0 Millionen Euro zeigt sich die operative Stärke nun auch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Trotz widriger Windverhältnisse im ersten Quartal kletterte das EBITDA auf 26,6 Millionen Euro – nach mageren 6,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Die Gesamtleistung legte von Januar bis September auf 263,7 Millionen Euro zu. Zusätzlich gingen fünf weitere Windparks ans Netz. Das Rezept des Erfolgs? Eine Kombination aus strategischen Projektverkäufen und wachsendem Eigenbestand.

Anleihe mit attraktivem Kupon

Die 5,00-Prozent-Anleihe des Unternehmens (ISIN: DE000A30VJW3) notiert aktuell bei 99,45 Prozent. Bei einer Restlaufzeit von etwa 1,5 Jahren bleibt das Papier im GBC Mittelstandsanleihenindex gelistet. Die Analysten der GBC AG stufen den Emittenten als solide ein und bewerten den Kupon als attraktiv.

Mit einer Gesamtleistung von 342,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 – ein Plus von 27,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – demonstrierte das Unternehmen seine Marktposition. Besonders der Verkauf zweier Windparks sorgte für einen spürbaren Umsatzschub im Segment Projektentwicklung. Gleichzeitig stiegen Material- und Personalkosten deutlich langsamer als die Erträge.

Kooperation mit ENCAVIS ausgebaut

Die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Energieversorger ENCAVIS geht in die nächste Runde. Der Windpark „Bebensee“ mit einer Gesamtleistung von 34 Megawatt wechselte den Besitzer. Das Projekt, das rund 45 Kilometer nordöstlich von Hamburg liegt, läuft bereits seit zwei Monaten im Vollbetrieb.

Der Vorstand hält trotz der volatilen Rahmenbedingungen an seiner Prognose fest: Zwischen 70 und 110 Millionen Euro EBITDA sollen am Jahresende zu Buche stehen. Die gut gefüllte Projektpipeline und weitere geplante Verkäufe sollen diese Bandbreite ermöglichen. Die Strategie setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Veräußerungen und dem Ausbau des eigenen Kraftwerksbestands.