Die Aktie von POET Technologies startet mit gemischten Vorzeichen in die neue Woche. Am Freitag stürzte der Kurs um 21,32 Prozent auf 10,48 Euro ab. Gleichzeitig bleiben die Branchenaussichten für KI-Infrastruktur und optische Interconnects intakt – ein Widerspruch, den Anleger nun einordnen müssen.
Trotz des Rückschlags liegt das Papier auf Jahressicht noch 71,24 Prozent im Plus. Der 14-Tage-RSI von 48,0 zeigt weder Überkauft- noch Überverkauft-Signal. Technisch bleibt die Aktie über ihren gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage.
Branchenwind bleibt günstig
Die Computex 2026 endete vergangene Woche mit klarem KI-Fokus. Über 111.000 Fachbesucher aus 152 Ländern kamen – ein starkes Signal für die gesamte KI-Hardware-Lieferkette. Für POET Technologies ist das relevant: Das Unternehmen verkauft optische Engines und photonische Interconnect-Produkte, die direkt in KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei POET Technologies?
Ein zweites positives Signal lieferte Broadcom. Der Chipkonzern meldete einen KI-Umsatz von 10,8 Milliarden Dollar, ein Plus von 143 Prozent zum Vorjahr. Die Nachfrage nach KI-Netzwerklösungen wächst rasant – ein Umfeld, von dem kleinere Photonik-Spezialisten wie POET profitieren könnten.
Die große Finanzierungsfrage
Der wichtigste strategische Schritt bleibt die im Mai abgeschlossene Kapitalerhöhung über 400 Millionen Dollar. Ein einzelner institutioneller Investor zeichnete 19 Millionen Aktien plus Optionsscheine zum Preis von 21 Dollar. Das Geld soll in Fertigung, Forschung und mögliche Zukäufe fließen.
Die Produktionskapazität will POET verzehnfachen – sowohl bei Wafern als auch bei optischen Motoren. Das Ziel: der Übergang zur Massenfertigung bis 2027. Die entscheidende Frage ist, ob Anleger die Finanzierung als strategischen Vorteil oder als Verwässerungsrisiko sehen. Nach dem Kurssturz am Freitag müssen diese Zweifel ausgeräumt werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei POET Technologies?
Lumilens als Lackmustest
Der mit Lumilens geschlossene Liefervertrag über 50 Millionen Dollar bleibt der konkreteste kommerzielle Meilenstein. POET liefert optische Motoren auf Basis ihrer EOI-Technologie für KI-Netzwerke der nächsten Generation. Ein erster Abruf ist bereits erfolgt.
Die kommenden Tage könnten zeigen, ob sich die Anleger wieder auf diese Fortschritte konzentrieren oder ob der Freitags-Ausverkauf nachwirkt. Der Makro-Kalender birgt zusätzliches Risiko: Am Mittwoch stehen US-Verbraucherpreise an, am Donnerstag die Erzeugerpreise. Für einen Titel mit 260 Prozent annualisierter Volatilität können Inflationsdaten schnelle Kursausschläge auslösen.
Später im Juni folgt die Hauptversammlung, auf der die geplante Sitzverlegung in die USA zur Abstimmung stehen könnte. Die Woche wird zeigen, ob 10,48 Euro ein Konsolidierungsniveau oder der Start einer weiteren Abwärtsbewegung sind.
POET Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue POET Technologies-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:
Die neusten POET Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für POET Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
POET Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

