Ein Auftragsverlust, ein Vertraulichkeitsbruch und ein Kurseinbruch von fast 50 Prozent — POET Technologies erlebt einen der turbulentesten Tage seiner Unternehmensgeschichte.
Am 27. April 2026 gaben drei US-amerikanische Anwaltskanzleien innerhalb weniger Stunden bekannt, Untersuchungen wegen möglicher Wertpapierverstöße gegen das Unternehmen einzuleiten. Auslöser war die Offenlegung, dass sämtliche Kaufaufträge des Kunden Celestial AI storniert wurden.
Der Auslöser: Vertraulichkeitsbruch mit Folgen
Marvell Technology, das Celestial AI übernommen hatte, teilte POET am 23. April 2026 schriftlich mit, alle bestehenden Kaufaufträge zu kündigen — darunter auch Bestellungen für erste Produktionseinheiten, die POET bereits im April 2023 öffentlich kommuniziert hatte. Als Begründung nannte Marvell, POET habe Informationen zu Bestellungen und Lieferdaten unter Verletzung seiner Vertraulichkeitspflichten offengelegt.
Als POET diese Nachricht am 27. April veröffentlichte, brach die Aktie intraday um über 45 Prozent ein. Das Handelsvolumen erreichte rund 199 Millionen Aktien — etwa das Vierzehnfache des Tagesdurchschnitts.
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Drei Kanzleien, ein Ziel
Rosen Law Firm, Johnson Fistel sowie Block & Leviton kündigten alle am selben Tag Untersuchungen an. Im Kern prüfen sie, ob POET Investoren mit irreführenden Informationen geschädigt hat und ob Verluste nach US-Bundesrecht zurückgefordert werden können.
Block & Leviton verwies darauf, dass der Kursrückgang auf Tagesbasis sogar über 49 Prozent betrug. Johnson Fistel richtet seinen Fokus explizit auf das Verhalten der Unternehmensführung.
Schwaches Fundament, große Pläne
Die Zahlen aus dem vierten Quartal 2025 verdeutlichen das Spannungsfeld: Einem Nettoverlust von 42,7 Millionen US-Dollar stand ein Umsatz von lediglich rund 341.000 US-Dollar gegenüber. Kapitalerhöhungen brachten 375 Millionen US-Dollar ein, die Kassenposition liegt bei 430 Millionen US-Dollar.
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POET hält trotzdem an seinem Wachstumskurs fest. Das Unternehmen verweist auf einen neuen Auftrag eines anderen Technologieunternehmens im Wert von rund 5 Millionen US-Dollar sowie auf das Ziel, 2026 mehr als 30.000 optische Engines auszuliefern. Die Produktionsstätte in Malaysia soll im zweiten Quartal 2026 mit der Serienproduktion von Lichtquellen beginnen, 800G-Optikmodule folgen im dritten Quartal.
Aktionäre stimmen über Sitzverlegung ab
Parallel zur rechtlichen Unsicherheit steht eine Strukturentscheidung an. Der Vorstand hat eine Verlegung des Unternehmenssitzes in die USA beschlossen, um PFIC-bezogene Steuerrisiken zu reduzieren und die Basis der US-Aktionäre besser abzubilden. Der Vorschlag soll auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2026 zur Abstimmung kommen.
Die Q1-Ergebnisse, die POET im Mai 2026 vorlegen will, werden zeigen, ob der neue Auftragsbestand trägt und ob der Malaysia-Zeitplan hält — während die Kanzleien ihre Untersuchungen vorantreiben.
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