POET Technologies steht vor einer juristischen Zerreißprobe. Statt neuer Aufträge dominieren Sammelklagen die Nachrichtenlage. Zwei Anwaltskanzleien machen nun massiv Druck auf das Management.
Vorwürfe um Steuern und Geheimnisverrat
Die Kanzleien DJS Law Group und Schall Law Firm rufen Investoren zum Handeln auf. Die Frist für die Benennung eines Hauptklägers endet am heutigen Montag. Im Kern geht es um mutmaßlich irreführende Aussagen des Unternehmens.
Die Kläger werfen POET vor, Risiken bezüglich des Steuerstatus verschleiert zu haben. Konkret geht es um die Einstufung als passive ausländische Investmentgesellschaft. Hinzu kommt ein brisanter Vorwurf gegen Finanzchef Thomas Mika. Er soll in einem Interview vertrauliche Geschäftsvereinbarungen gebrochen haben.
Das Management wehrt sich gegen die Vorwürfe. Bereits Mitte April kündigte POET an, US-Aktionären bei der Abmilderung möglicher steuerlicher Nachteile für 2025 zu helfen. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand nicht mit einer erneuten Einstufung als passive Investmentgesellschaft.
Um das Problem dauerhaft zu lösen, plant das Unternehmen einen drastischen Schritt. Der Verwaltungsrat hat einer Sitzverlegung in die USA zugestimmt. Eine finale Garantie für diesen Umzug gibt es allerdings nicht.
Stornierte Millionen-Aufträge
Der juristische Ärger fällt in eine ohnehin angespannte operative Phase. Ende April stornierte Marvell Semiconductor sämtliche Aufträge der Tochter Celestial AI. Der Vorwurf wiegt schwer. POET soll Vertraulichkeitsvereinbarungen zu Lieferdaten gebrochen haben.
Die Folge: Ein harter Rückschlag für die Kommerzialisierung. Das Management verweist derweil auf verbleibende Kunden. Darunter befindet sich ein Auftrag eines anderen Technologieunternehmens im Wert von rund fünf Millionen US-Dollar.
Hohe Volatilität prägt den Kurs
An der Börse hinterlässt die Unsicherheit tiefe Spuren. Die Aktie notiert aktuell bei 8,28 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von knapp 22 Prozent auf der Anzeigetafel. Die Schwankungsbreite bleibt mit einer Volatilität von 127 Prozent extrem hoch.
Trotz des jüngsten Absturzes liegt das Papier seit Jahresbeginn noch 35 Prozent im Plus. Die weitere Kursentwicklung hängt nun an zwei konkreten Faktoren. POET muss die juristischen Klippen umschiffen und neue, belastbare Aufträge für seine Photonik-Plattform vorweisen.
POET Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue POET Technologies-Analyse vom 29. Juni liefert die Antwort:
Die neusten POET Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für POET Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
POET Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

