Von rund 3,40 Euro auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 12,86 Euro — POET Technologies hat in weniger als einem Jahr eine Kursverdreifachung hingelegt. Allein die vergangene Woche brachte ein Plus von über 111 Prozent. Hinter der Bewegung stecken drei Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken.
Der Marvell-Effekt
Der entscheidende Katalysator kam Mitte der Woche. POET-Cheftechnologe Thomas Mika bestätigte in einem Interview, dass das Unternehmen eine Bestellung von Celestial AI erhalten hat — einem Unternehmen, das Marvell Technology in diesem Jahr übernommen hat. Damit ist POET’s Technologie nun Teil des Marvell-Ökosystems.
Das hat Signalwirkung. Marvell und Nvidia bauen ihre Partnerschaft aus, was Spekulationen über mögliche indirekte Verbindungen zu Nvidia-Produkten neue Nahrung gibt. Konkret verankert wird die Kommerzialisierungsstory durch eine Produktionsorder von mehr als fünf Millionen US-Dollar für POET-Infinity-Optikmodule — mit dem Ziel, 2026 über 30.000 Einheiten aus einer neuen Fertigungslinie in Malaysia auszuliefern.
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Steuerstruktur wird umgebaut
Parallel zur kommerziellen Dynamik löst POET ein strukturelles Problem, das US-Aktionäre zuletzt beunruhigt hatte. Das Unternehmen stellt die notwendigen Informationen bereit, damit US-Anleger eine sogenannte QEF-Wahl treffen können — ein steuerrechtliches Instrument, das die negativen Folgen des PFIC-Status (Passive Foreign Investment Company) abmildert. Für das Geschäftsjahr 2025 soll die Wahl faktisch kostenneutral sein, da POET einen Nettoverlust ausweist und keine Gewinne erwartet.
Weiter geht das Unternehmen mit einem Schritt, der den PFIC-Status dauerhaft beseitigen soll: Der Vorstand hat beschlossen, den Firmensitz in die USA zu verlegen. Die erforderliche Aktionärszustimmung soll auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2026 eingeholt werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 geht POET davon aus, nicht mehr als PFIC zu gelten.
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Kasse stimmt, Umsatz noch nicht
Die Bilanz gibt dem Wachstumskurs vorerst Rückendeckung. POET verfügt über rund 430 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, aufgebaut durch eine umfangreiche Kapitalerhöhung. Das gibt dem Unternehmen den nötigen Spielraum, die Malaysia-Produktion hochzufahren.
Die fundamentale Lücke bleibt allerdings erheblich. Im vierten Quartal 2025 erzielte POET einen Umsatz von gerade einmal 341.000 US-Dollar bei einem Nettoverlust von 42,7 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen befindet sich in einer frühen Kommerzialisierungsphase — die KI-Infrastruktur-Narrative trägt den Kurs, nicht die Ertragskraft.
Mit einem RSI von 61 und einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von knapp 163 Prozent ist die Aktie technisch noch nicht überkauft, aber die Luft wird dünner. Der entscheidende Test für die Bewertung kommt mit den tatsächlichen Lieferzahlen: Gehen die mehr als 30.000 geplanten Optikmodule 2026 pünktlich raus — und folgen Anschlussaufträge?
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