Ein Kurseinbruch von über 45 Prozent an einem einzigen Tag, eine wachsende Klagewelle und ein geplatzter Deal mit einem der wichtigsten Halbleiterkonzerne der Welt— POET Technologies steckt tief in der Krise.
Der Marvell-Deal und sein Ende
Der Ausgangspunkt der Turbulenzen liegt im April. In einem Interview mit der Plattform Stocktwits bestätigte CFO Thomas Mika am 21. April scheinbar, dass POET einen Auftrag von Celestial AI erhalten hatte— einem Unternehmen, das Marvell Technology im Februar übernommen hatte. Die Aktie verdoppelte sich daraufhin innerhalb weniger Tage.
Das Ende kam schnell. Marvell zog den Auftrag zurück und nannte die öffentliche Aussage des CFO als Verstoß gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen. POET gab an, einen Ersatzauftrag eines anderen Kunden im Wert von rund 5 Millionen Dollar gesichert zu haben. Das beruhigte die Märkte kaum— Marvells Rückzug signalisierte, dass die Technologie für dessen Strategie offenbar verzichtbar war.
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Klage mit Frist
Die rechtlichen Folgen lassen nicht auf sich warten. Die Kanzlei Faruqi & Faruqi hat Anleger an die Frist vom 29. Juni 2026 erinnert. Bis dahin können sich Betroffene als Hauptkläger in einer Sammelklage registrieren lassen. Der Klagezeitraum umfasst Käufe zwischen dem 1. April 2026 und dem 27. April 2026, 8:57 Uhr Ortszeit New York.
Die Klage erhebt zwei zentrale Vorwürfe. Erstens soll POET seinen Steuerstatus falsch dargestellt haben— konkret die mögliche Einstufung als sogenannte Passive Foreign Investment Company nach US-Steuerrecht, was für amerikanische Aktionäre erhebliche Nachteile bedeuten würde. Zweitens habe CFO Mika durch sein Interview gegen interne Geschäftsvereinbarungen verstoßen.
Zahlen ohne Fundament
Das operative Bild bleibt schwierig. Der Umsatz stieg 2025 um rund 2.500 Prozent auf 1,07 Millionen Dollar— ein Wachstum, das vor allem frühen Auslieferungen von Photoniksystemen zu verdanken ist. Der operative Verlust weitete sich auf 42,1 Millionen Dollar aus, nach 30,1 Millionen Dollar im Vorjahr.
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Auf der Habenseite: POET verfügt über eine Kassenposition von rund 430 Millionen Dollar und hat Partnerschaften mit Semtech, LITEON und NTT ausgebaut. Ein klarer Weg zur Profitabilität fehlt trotzdem.
Extreme Volatilität
Am 6. Mai schwankte die Aktie intraday zwischen 7,03 und 9,71 Dollar— eine Spanne von mehr als 38 Prozent. Das Handelsvolumen lag bei 84,5 Millionen Aktien und damit deutlich über dem Durchschnitt. Kein Wunder: Die Aktie zeigt seit Wochen Muster, die eher an Meme-Stocks erinnern als an fundamentale Bewertung.
Für POET wird der weitere Verlauf der Sammelklagen zum entscheidenden Faktor. Solange keine Einigung oder ein klares Urteil vorliegt, bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Wert der Technologie— und der Glaubwürdigkeit des Managements— unbeantwortet.
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