Ein beispielloser Gewinnrückgang und milliardenschwere Sonderlasten erschüttern den Stuttgarter Autobauer. Während das operative Ergebnis im Kerngeschäft nahezu pulverisiert wurde, zieht das Management nun die Reißleine. Kann die neue „Value over Volume“-Strategie den traditionsreichen Konzern wieder in die Spur bringen?
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang von knapp zehn Prozent auf 36,3 Milliarden Euro verbuchen. Noch drastischer fiel die Entwicklung beim operativen Ergebnis im Fahrzeuggeschäft aus: Ein Absturz von 5,3 Milliarden auf lediglich 90 Millionen Euro entspricht einem Minus von rund 98 Prozent. Die operative Konzernrendite schmolz dadurch von 14,5 auf magere 1,1 Prozent ab. Verantwortlich für diese historische Delle sind primär Sonderbelastungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Porsche AG?
Diese massiven Kostenblöcke setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen:
* 2,4 Milliarden Euro für Restrukturierungen und eine neue Produktstrategie
* 700 Millionen Euro für die Abwicklung einer Batterietochter
* 700 Millionen Euro durch Belastungen aus US-Importzöllen
China-Krise und schwacher Taycan-Absatz
Ein zentraler Treiber der negativen Entwicklung ist die anhaltende Schwäche auf dem ehemals lukrativsten Markt China. Dort brachen die Verkäufe um 26 Prozent ein, da lokale Elektroauto-Konkurrenz und Anpassungen bei der Luxussteuer das Geschäft erheblich ausbremsten. Weltweit verfehlte das Unternehmen mit maximal 279.449 ausgelieferten Fahrzeugen das ursprüngliche Ziel von 350.000 Einheiten deutlich. Besonders das Elektromodell Taycan enttäuschte mit nur gut 16.000 Verkäufen. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch schonungslos an der Börse wider: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 37,80 Euro notiert das Papier nach einem monatelangen Abwärtstrend nur hauchdünn über seinem erst in dieser Woche markierten 52-Wochen-Tief.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Porsche AG?
Harter Sparkurs unter neuer Führung
Um gegenzusteuern, verordnet der neue CEO Michael Leiters dem Konzern einen strikten Sparkurs. Unter der Prämisse „Value over Volume“ rückt die reine Absatzmenge in den Hintergrund, stattdessen sollen margenstarke Segmente gestärkt werden. Die Konsequenzen für die Belegschaft sind weitreichend: Bis 2029 fallen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen weg, während 2.000 befristete Verträge bereits ausgelaufen sind. Auf Produktebene wird aus Kostengründen sogar eine Zusammenlegung der Baureihen Panamera und Taycan geprüft. Auch die Chefetage spürt die Krise direkt und erhält für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Jahresboni.
Für das laufende Jahr 2026 plant das Management lediglich mit einer langsamen Erholung. Bei einem anvisierten Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro soll die operative Rendite auf 5,5 bis 7,5 Prozent steigen. Die entscheidenden Weichenstellungen für die langfristige Ausrichtung im harten Wettbewerbsumfeld der Elektromobilität folgen im Herbst 2026, wenn das Unternehmen seine detaillierte „Strategie 2035“ vorlegt.
Porsche AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche AG-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:
Die neusten Porsche AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Porsche AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

