Ein Rückgang von über 92 Prozent beim operativen Ergebnis — das ist keine Delle, sondern eine Zäsur. Die Porsche AG weist für das Geschäftsjahr 2025 nur noch 0,4 Milliarden Euro operativen Gewinn aus, nach 5,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Importzölle und verschärfter Wettbewerbsdruck haben den Stuttgarter Sportwagenbauer fast in die roten Zahlen getrieben.
Holding federt den Fall ab — aber senkt die Dividende
Die Dachgesellschaft Porsche SE steht etwas besser da. Ihr bereinigtes Konzernergebnis lag mit 2,9 Milliarden Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 3,2 Milliarden Euro, übertraf aber die durchschnittliche Analystenerwartung von 2,3 Milliarden Euro. Die operative Schwäche der Kernbeteiligung lässt sich damit jedoch nicht vollständig kompensieren.
Die Konsequenz für Aktionäre ist spürbar: Die Dividende sinkt auf 1,51 Euro je Vorzugsaktie, nach 1,91 Euro im Vorjahr. Ein klares Zeichen dafür, wie tief der Ergebniseinbruch in der Substanz der Holding wirkt.
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Neues Standbein im Verteidigungssektor
Als Reaktion auf die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft investiert die Porsche SE 100 Millionen Euro in den neu aufgelegten DTCP Defense Fund — ein erstes signifikantes Engagement im Bereich europäischer Verteidigungstechnologie. Der Schritt signalisiert, dass die Holding ihre Portfoliostrategie grundlegend breiter aufstellen will.
Für 2026 bleibt das Management vorsichtig. Das angepasste Konzernergebnis wird in einer weiten Spanne zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro erwartet. Die Nettoverschuldung von rund 5,1 Milliarden Euro soll moderat auf 4,7 bis 5,2 Milliarden Euro sinken — ein bescheidenes Ziel, das die anhaltende Unsicherheit widerspiegelt.
Die Aktie notiert mit einem Jahresverlust von rund 21 Prozent deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,83 Euro. Ob CEO Dr. Michael Leiters die angekündigten strategischen Anpassungen schnell genug umsetzen kann, um Zoll- und Wettbewerbsdruck abzufedern, wird der Markt an konkreten Zwischenergebnissen messen.
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